Inwiefern läßt sich in der Figur des Mephistopheles in Goethes 'Faust II' ein Dualismus von heidnischer Mythologie und christlicher Theologie erkennen?
Zusatztext
Die Sekundärliteratur zu Goethes Faust scheint schier unendlich: kein Jahrzehnt in dem nicht eine Flut von neuen Forschungsberichten erscheint, neue oder erweiterte Theorien entfaltet werden und scheinbar auch keine Figur innerhalb der faustischen Tragödie, die noch nicht bis in die letzten Winkel ausgeleuchtet ist. Scheinbar! Denn die Literatur zur Rolle Mephistos ist zumeist nur antagonistisch zu der Figur Fausts angelegt, einseitig und daher, zum Beispiel für, auf seine Funktion in der Theologie hin gestellte Fragen, unergiebig. Dabei ist gerade der Typ des Teufels schwanger an theologischen Fragestellungen und bietet durch seine historischen Veränderungen die Möglichkeit einer literarischen Ausgestaltung. Um dieser Vielfalt an theologischer Ausformung Rechnung zu tragen und der Frage nachzugehen, inwiefern denn wirklich heidnisch-mythologische und christliche Vorstellungen in der Figur des Teufels vereint sind, werde ich im Folgenden das "Stiefkind der Forschung" unter dem Blickwinkel seiner historischen Entwicklung betrachten, den Entstehungshinter-grund des goethischen "Faust " Der Tragödie zweiter Teil" herausarbeiten und daraufhin spezifisch auf die Textgrundlage des Faust II eingehen, um dann innerhalb eines Fazits die Ausgangssituation kritisch zu betrachten.
Weitere Details
Erschienen: 30.10.2004
Umfang: 20 S., 0.52 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638320597
Umbreit-Nr.: 6761301
