Franziska zu Reventlow als Maria, Susanna und Herr Dame - Grenzen weiblicher Lebensführung um die Jahrhundertwende
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Freie Universität Berlin (Institut für deutsche und niederländische Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Einen Schlüsselroman nannte Franziska Gräfin zu Reventlow ihre Herrn DamesAufzeichnungen. Wegen seiner Aussagekraft über die Vorgänge innerhalb des MünchnerKosmiker- Kreises wird ihm in der Forschung seine Bedeutung zugemessen. Sein direkterBezug zu realen Begebenheiten gibt dem Roman doch gerade im Hinblick auf seine Autorinnoch eine weitere Dimension: Er enthält in der Darstellung der Frauenfiguren Maria undSusanna, sowie in der Zwitterfigur Herr Dame Einblick in einen grundlegenden innerenKonflikt, dem die Autorin ausgesetzt war. Es ist der Konflikt um die Möglichkeiten undGrenzen weiblicher Lebensführung um die Jahrhundertwende. Konkret bedeutet das, daßFranziska zu Reventlow als Person zwischen Theorien von Weiblichkeit undgesellschaftlichen Konventionen existierte und durch ihre selbst bestimmte Lebensweiseimmer wieder an Grenzen stieß.Wegen des Schlüsselromanstatus fungieren die Romanfiguren in meiner Betrachtung alsdirekte Repräsentanten von Franziska zu Reventlows gelebter Biographie. Ziel dieser Arbeitist es, anhand der Romanfiguren Maria, Susanna und Herr Dame aufzeigen, worin dieserKonflikt bestand. Dazu stelle ich zuerst verschiedene Weiblichkeitsbilder vor, die um dieJahrhundertwende existierten, vor allem das in den kosmischen Theorien auftauchende Bildder Hetäre. Danach soll eine Analyse von Herrn Dame, Maria und Susanna unter EinbezugFranziska zu Reventlows biographischen Hintergrunds die Grenzen dieserWeiblichkeitsbilder deutlich machen. Die Arbeit schließt mit einer Bewertung Reventlows alsreale Person in dem dargestellten Kontext.
Weitere Details
Erschienen: 23.04.2004
Umfang: 19 S., 0.16 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638270830
Umbreit-Nr.: 4629160
