Das Genre 'Seifenoper' / Die Serie
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, Note: sehr gut, Technische Universität Dortmund (-), Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll das Wesentliche des Genres Seifenoper herausgearbeitet werden. Imersten Teil wird dabei auf die Serie und ihre Serientypen eingegangen, um die Unterschiedezwischen Serien kenntlich zu machen. Des weiteren werden allgemeine Informationen zuSerien und Soapproduktionen gegeben. Im zweiten Teil werden Entwicklungen der Soapoperaaufgeführt und im dritten Teil spezifische Merkmale einer Soap anhand einer Serie aufgelistet.2. Die Serie2.1. Definitionen der fiktiven SerieEgon Netenjakob1 nennt zwei Grundformen und zwei Hauptmerkmale der Serie:a) die Grundform der Serie als fortlaufende Wiederholung, der immer wieder gleichen bei derPublikumsmehrheit beliebten Grundkonstellation. Getragen von einem Helden, der sichweder physisch noch psychisch verändert, in stereotypen Geschichten;b) die Grundform der Serie als Folge von Entwicklungen und Veränderungen der tragendenPersonen, ihrer Konstellationen oder des tragenden Schauplatzes. Die Personenentwicklungist differenziert und die Geschichte umspannt einen ausgedehnten Zeitraum;c) eine Serie muss eine gewisse Folgenhäufigkeit (mehr als 10 Folgen) haben, die sich prägendauf die Zuschauergewohnheiten auswirken kann.d) die Zuschauer müssen sich mit den Hauptpersonen identifizieren können.Des weiteren kann man verschiedene Serientypen bestimmen.2.2. SerientypenOft wurden in der Forschung die Abgrenzungen zwischen Reihe, Mehrteiler und Serie undder einzelnen Genres innerhalb dieser Programmformen nicht beachtet. Die Begriffe wurdensogar gleichgesetzt oder verwechselt. Deshalb muss man zwischen den Grundformen des seriellenErzählens unterscheiden.2.2.1. Der MehrteilerDer Mehrteiler steht im Übergang vom Einzelfilm zur Serie. Mindestens zwei Folgen undhöchstens 13 Folgen kennzeichnen ihn. Er besitzt eine Gesamtspieldauer zwischen 4 und 20 Stunden Die einzelnen Folgen enden meist mit einem Cliffhanger, dem Höhepunkt am Endeeiner jeden Folge (z.B. Rainer W. Faßbinders Verfilmung von Döblins Berlin Alexanderplatz).Er ist eigentlich ein Einzelfilm, der aber zu lang für einen Programmplatz ist und deshalbauf mehrere aufgeteilt wird. [...]1 In Netenjakob, Egon . Anatomie der Fernsehserie - Fernsehmacher untersuchen ihre Produktionsbedingungen,Mainz, 1976.
Weitere Details
Erschienen: 26.01.2004
Umfang: 21 S., 0.49 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638248358
Umbreit-Nr.: 4245640
