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Spielarten der Minne - Minnesang

Cover von Spielarten der Minne - Minnesang

eBook

Quednau, Johanna

GRIN VERLAG

15.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: gut, Technische Universität Dortmund (Germanistik), Veranstaltung: Seminar: Liebeslyrik des Mittelalters, Sprache: Deutsch, Abstract: Was bedeutet der Begriff Minne eigentlich?Das mittelhochdeutsche Wort ist nicht einfach zu übersetzen.Es ist nicht nur der Terminus für die erotischeBeziehung zwischen Mann und Frau, es kann auch einen sakralenHintergrund haben und als Ausdruck für die Verbundenheitzu Gott stehen. Ebenso möglich ist das Verhältniszwischen Lehnsmann und Herrn unter diesem Begriff zu deuten.1 Je nach Kontext bekommt die Minne eine andere Bedeutung,aber immer im Zusammenhang mit einer gewissenZusammengehörigkeit zweier Individuen. Schließlich verdrängtedas neuhochdeutsche Wort Liebe die alte Bezeichnung.Unter Minnesang versteht man die Lieder, die im Mittelaltervon ritterlichen Sängern und Berufssängern an den Höfender adligen Gesellschaft vorgetragen wurden.Aus der Fülle dieser Liebeslieder kann man schließen,dass sie bei der damaligen literaturtragenden Gesellschaftgut angekommen sind, denn sie musste immer wiederdanach verlangt haben. Man kann auch noch eine weitereThese aufstellen, werden die Lieder inhaltlich verglichen.Der Begriff Minne bekommt von Autor zu Autor eineneue, andere Note. Der Minnesang ist also ein Teil einerumfassenden Auseinandersetzung mit der Liebe, die die höfischeLiteratur beherrschte. Die Liebe war für die Gesellschaftein solches Phänomen und von solcher Wichtigkeit,dass man versuchte ihre Psychologie, ihre Mechanismenund ihre Wirkungen zu ergründen.2 So entstanden verschiedeneSpielarten der Minne, die diese besagte Noteausmachen. Die Wurzeln der Diskussion über verschiedenste Liebesauffassungenkamen aus noch früherer Zeit und stammten ausFrankreich. Dort debattierte man in der französischen Adelsgesellschaftdarüber, was manchmal sogar in eine ArtGesellschaftsspiel ausartete, welches nach dem Muster einesRechtsstreits inszeniert wurde. Eleonore von Aquitanienführte solche Liebeshöfe ein, dort urteilten dieDamen bei Hof über Liebesdinge.Die verschiedenen Liebeskonzepte fasst man heute unterdem Begriff der höfischen Liebe amour courtois zusammen.In dieser Arbeit sollen die vier Hauptspielarten näherbetrachtet werden, die den Minnesang während seiner Blütezeit(Mitte 12. Jahrhundert bis Ende 13. Jahrhundert)in Deutschland bestimmten.1 Vergl. Brackert, Helmut: Minnesang. Frankfurt am Main 1983. S. 261.2 Solche Studien sind nachzulesen in: Schnell, Rüdiger: Causa amoris. Liebeskonzeptionenund Liebesdarstellung in der mittelalterlichen Literatur.Bern/München 1985.

Weitere Details

Erschienen: 26.01.2004

Umfang: 23 S., 0.53 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638248310

Umbreit-Nr.: 4629265

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