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Quelleninterpretation: 1143 Graf Adolf II. von Holstein siedelt Deutsche und Slawen in Holstein an

Cover von Quelleninterpretation: 1143 Graf Adolf II. von Holstein siedelt Deutsche und Slawen in Holstein an

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Kiesbauer, Anna

GRIN VERLAG

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Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Universität Rostock (Historisches Institut), Veranstaltung: Ps: Agrargeschichte des deutschen Mittelalters, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Quelle stellt einen Auszug aus der Slawenchronik dar und liegtgedruckt vor.Sie befaßt sich mit der Ansiedlung von Deutschen und Slawen in Holstein.Und zwar erhalten die Holsten, die zuerst und das beste Gebiet bekommen,das Terrain westlich von Segeberg, an der Trave, außerdemSchwentinefeld und den Bereich von der Schwale bis Grimmelsberg undbis zum Plöner See. Den Westfalen wird das Darguner Landzugesprochen, den Holländern das Eutiner Gebiet. Die Friesen werden inSüsel angesiedelt und die Slawen im Raum Oldenburg und Lütjenburg.Graf Adolf II. von Holstein veranlaßt die Besiedlung 1143.Neben der Originalfassung in lateinischer Sprache, gibt es eine deutscheÜbersetzung. Bei der sind allerdings leichte Abweichungen von derBedeutung der lateinischen Begriffe entstanden. So zum Beispiel bei terradeserta (in Zeile 30)1, was eigentlich [...] Erde verwüstet heißt, aber inder Übersetzung als Land verlassen bezeichnet wird. Oder auch inZeile 6: in mortibus fratrum et parentum, was im engen Sinne mit demTod eurer Brüder und Eltern heißt, aber vom Herausgeber wie folgtübersetzt wurde: mit dem Blute eurer Brüder und Väter, da dieses einemarkante Redewendung ist. Terram desiderabilem (Z.8), daswünschenswerte Land, wurde abgeschwächt zum lieblichen Land.Helmold von Bosau, der die Slawenchronik verfaßt hat, war einGeistlicher, der 1134 im Zuge der Missionierung in das Augustiner-Chorherrenstift Segeberg gekommen war. Er lebte von ca. 1120 bis 1177und verstarb in Bosau, seiner Pfarrstelle, die einen Missionsstützpunktdarstellte. Sein Werk Chronica Slavorum setzt mit der Zeit Karls desGroßen ein und entstand wahrscheinlich im Zeitraum um 1167/68 .2 [...]1 Siehe Quelle . In: Franz, Günther: Quellen zur Geschichte des deutschen Bauernstandesim Mittelalter. Darmstadt 1974. Nr. 75, S.192-195.2 Ehbrecht, Wilfried: Helmold von Bosau. In: Angermann, Norbert (Hg.): Lexikon desMittelalters. Bd. 4. Erzkanzler bis Hiddensee. München 1989. S.2124 2125.

Weitere Details

Erschienen: 24.09.2003

Umfang: 11 S., 0.12 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783638218979

Umbreit-Nr.: 6810556

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