Die Griechenland-Projektion in Götter, Helden und Wieland - Ein Versuch über Goethes Kritik an Wieland gemäß der Philosophie Herders
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Universität Wien (Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Wie es bei der Besprechung des Referatsthemas vereinbart worden ist, soll sich auchdiese Hausarbeit mit einer Griechenland-Projektion des Sturm und Drangs auseinandersetzen.Die Beschränkung auf eine Interpretation von Goethes Götter, Helden undWieland mag dabei den Vorteil mit sich bringen, daß diese Griechenland-Projektionin ihrer Abgrenzung zu einer anderen betrachtet werden kann, die dem Sturm und Drangals klassizistisch zu gelten scheint. Um diese Untersuchung jedoch nicht auf die Tragweiteeines zwar exemplarischen, doch einzelnen Textes zu beschränken, soll versuchtwerden, Anknüpfungspunkte und Verbindungen zur Philosophie Herders aufzuzeigen.Dadurch treten die Aspekte der Griechland-Projektion von Götter, Helden und Wielandin den Vordergrund, welche für den gesamten Sturm und Drang bedeutsam sind.Voraussetzung für eine solche Vorgehensweise ist eine kurze Betrachtung des Werkes,von dem sich Goethes Farce abgrenzt, also Wielands Singspiel Alceste. Ebenso wirdin der Einleitung die Entstehung von Götter, Helden und Wieland betrachtet. Als erstenVerweis auf mögliche Bezüge zu Herders Philosophie wird in einem dritten Kapitelder Einleitung Herders Kritik am Klassizismus vorgestellt.Zur nachträglichen Absicherung des methodischen Ansatzes, der Goethes Sturm undDrang als in der Philosophie Herders programmatisch verankert ansieht, wird amSchluß der Arbeit deren zwischenmenschliche Beziehung zueinander in ihrer Bedeutungfür die Beziehung zwischen dem Denken Herders und Goethes dargestellt.Im Hauptteil kann nun die Parallelität der Argumentation Herders zu derjenigen Goethesin Götter, Helden und Wieland aufgezeigt werden. Dabei tritt vor allem der Aspekteiner Ausbildung deutschen Nationalbewußtseins in den Vordergrund, welcher diespezifischen Ausformungen der Griechenland-Projektion zum Beispiel mit ihren Präferenzenauf dem Archaiischen zu bedingen scheint. Bedeutsam ist diese Vorgehensweisefür die Fälle, in denen Goethe noch immer als Nationaldichter gilt und die Funktionenseines Sturm und Drangs, welche die Nation betreffen, eben nicht analysiertwerden, sondern wirksam bleiben: [...]
Weitere Details
Erschienen: 04.07.2003
Umfang: 25 S., 0.38 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783638202237
Umbreit-Nr.: 6847462
