Starke und schwache Verbformen im Spanischen
Struktur und Entwicklung, Theorie und Vermittlung der Sprache 66
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Zusatztext
Die spanische Morphologie hat (ebenso wie die der anderen romanischen Sprachen) seit ihren Ursprüngen eine Vielzahl unterschiedlicher Wandlungen erfahren. Im Bereich der Verben sind hier u.a. bestimmte Formen der Vergangenheitstempora betroffen: Vielfach sind die aus dem Latein stammenden starken (d.h. stammbetonten) Perfektformen der 1. und 3. Person Singular, die im Altkastilischen noch zum Paradigma vieler Verben gehörten, durch schwache (endungsbetonte) ersetzt worden. Bei den Partizipien haben ähnliche Veränderungen stattgefunden. Heute weisen nur noch wenige Verben starke (unregelmäßige) Formen auf. Diese erweisen sich allerdings gegenüber allen Wandlungstendenzen als resistent; was auch für ihre Derivate gilt. Von einem umfassenden Trend zur morphologischen Regularisierung der Verbformen kann also keine Rede sein. Die morphologische Unregelmäßigkeit erfüllt offensichtlich ganz im Gegenteil wichtige Funktionen in der Kommunikation, die ihre Bewahrung begünstigen.
Autorenportrait
Prof. Dr. Franz-Josef Klein (Promotion in Köln, Habilitation an der TU Berlin) war von 1992-1999 an der Universität zu Köln und von 1999-2020 an der Universität Siegen tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die synchrone und diachrone lexikalische Semantik, die Morphologie und die Wissenschaftsgeschichte der romanischen Sprachen, vor allem des Französischen und des Spanischen.
Weitere Details
Erschienen: 23.09.2024
Umfang: 150 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.2 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783631922927
Umbreit-Nr.: 5639070
