Aufstörung als Prinzip - Heinrich Heines 'Buch der Lieder'
Gießener Arbeiten zur neueren deutschen Literatur und Literaturwissenschaft 40
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Zusatztext
Heinrich Heines Buch der Lieder (1827) ist heute fester Bestandteil des Literaturkanons. Das war jedoch nicht immer so. Ein Blick auf die Erfolgsgeschichte der Lieder zeigt, dass diese das Publikum nicht nur begeisterten und faszinierten, sondern gleichermaßen verunsicherten. Mit der Zunahme antisemitischer Tendenzen im 19. Jahrhundert schlug die Rezeption der Gedichte mit jüdischer Sprache zunehmend in Hass, Abwehr und Aversionen um. Zwar sind aufstörende und polarisierende Texte in der Literatur nicht selten, allerdings stellen die widersprüchlichen und zugleich emotionalen Reaktionen auf Heine und sein Werk einen Sonderfall in der deutschen Literaturgeschichte dar. Anhand textnaher Interpretationen ausgewählter Gedichte und zeitgenössischer Rezensionen beleuchtet das Buch mögliche Gründe für diese Aufstörung und den Versuch ihrer emotionalen Bewältigung im Kontext der Moderne.
Autorenportrait
Julia Kruse ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. emotionale Bildung im Literaturunterricht und individuelle Leseförderung in sprachlich heterogenen Gruppen. Sie studierte Germanistik und Erziehungswissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle, wo auch ihre Promotion erfolgte.
Weitere Details
Erschienen: 28.10.2024
Umfang: 366 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.5 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783631918906
Umbreit-Nr.: 5854975
