Höfische Dichtersprache. Gemeinsprachliche Tendenzen im Mittelhochdeutschen?
Unter Mitarbeit von Nina Bartsch, Florian Gieseler und Denise Rönsch (), Dokumentation Germanistischer Forschung 8
Hans-Joachim Solms/Birgit Herbers
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Zusatztext
Die Diskussion um die Herausbildung einer Gemeinsprache schon im Mittelhochdeutschen begleitet die Germanistik von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Immer wieder wurde dabei insbesondere die Zeit der höfischen Dichter und damit das klassische Mittelhochdeutsche in den Blick genommen, um eine geschichtlich bereits vor dem Neuhochdeutschen existierende und sprachraumübergreifend funktionierende Gemeinsprache des Deutschen zu erweisen. Die Diskussion darüber wurde parallel zu der theoretischen und auch methodischen Fortentwicklung des Faches immer wieder neu aufgenommen und blieb nicht zuletzt aufgrund unterschiedlicher Bezugnahmen entweder auf Texteditionen oder auf überlieferte Handschriften und Urkunden sowie auch aufgrund einer begrifflich uneindeutigen Gegenstandsbestimmung stets aktuell. So wird das Thema und die Kontroverse darum in jeder Sprachgeschichte des Deutschen und jeder einschlägigen Einführung zentral angesprochen.
Autorenportrait
Birgit Herbers wurde 1999 zur verbalen Präfigierung im Mittelhochdeutschen promoviert und wirkte an der neuen mhd. Grammatik sowie dem Referenzkorpus Mittelhochdeutsch an den Universitäten Halle-Wittenberg und Bochum mit. Sie ist Lexikographin im Mittelhochdeutschen Wörterbuch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. HansJoachim Solms studierte Germanistik, Sozial und Wirtschaftswissenschaften in Bonn. 1984 erfolgte die Promotion, 1990 die Habilitation. 19931996 hatte er eine Professur in Osnabrück, von 19962020 eine Professur an der MartinLutherUniversität HalleWittenberg inne.
Weitere Details
Erschienen: 30.09.2024
Umfang: 478 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.1 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783631909584
Umbreit-Nr.: 7441400
