Genustransfer durch 'Thinking for Speaking'
Kognitive Muster und ihre Bedeutung für den DaF-Unterricht, Inquiries in Language Learning 25
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Zusatztext
Wie wirken sich kognitive Thinking for Speaking Muster auf das Fremdsprachenlernen aus? Dieser Frage geht die Autorin mithilfe einer empirischen Untersuchung an deutschen Muttersprachlern nach, die Genustransfer anhand der Pronominalisierung und Kategorisierung von belebten, nicht-menschlichen Referenten (Tiernomen) beim Sprechen des Englischen erforscht. Chinesische und englische Muttersprachler dienen als Vergleichsgruppe. Die Ergebnisse zeigen, dass der Genustransfer durch eine unbewusste Fehlinterpretation des Genus zum Sexus ausgelöst wird. Die Existenz solcher kognitiven Muster bedeutet, dass das Erlernen einer neuen Sprache das Erlernen neuer Muster erfordert. Die Autorin folgert, dass die Genusvermittlung einen höheren Stellenwert im DaF-Unterricht erhalten sollte, um die kognitive Umstrukturierung zu fördern.
Autorenportrait
Katharina Hirt ist an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Department of English and Linguistics als Mitarbeiterin tätig. Sie beschäftigt sich mit dem Fremdsprachenerwerb von Mehrsprachigen und forscht im Bereich der angewandten kognitiven Linguistik. Sie promovierte im Fach Deutsch als Fremdsprache an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Weitere Details
Erschienen: 02.09.2019
Umfang: 278 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.9 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783631796139
Umbreit-Nr.: 8906796
