Vorkoloniale Afrika-Penetrationen
Diskursive Vorstöße ins 'Herz des großen Continents' in der deutschen Reiseliteratur (ca. 1850-1890), Zivilisationen und Geschichte / Civilizations and History / Civilisations et Histoire 51
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Zusatztext
Die Studie untersucht, wie Reiseberichte und verwandte Publikationen diskursiv einen Sog nach Afrika erzeugten. Zentrale Verfahren sind die Inszenierung der eigenen Pionierleistung, der Rivalität mit Konkurrenten um Zugriff auf Afrika und der gegenseitigen Überbietung und Vermächtniserfüllung. Weiterhin werden thematische Bereiche - wie Sklaverei oder Despotismus in afrikanischen Gesellschaften und die Geschichtlichkeit Afrikas - behandelt, welche Begründungen bereitstellten, die das deutsche Eingreifen in afrikanische Belange nicht nur rechtfertigten, sondern angeblich erforderten. Solche Mechanismen der zunächst diskursiven Bemächtigung des Kontinents erklären, warum sich in der Beschleunigungs- und Intensivierungsphase deutscher Beschäftigung mit Afrika in den Jahrzehnten nach 1850 ein Einstellungswandel in der deutschen Öffentlichkeit vollzog, der die Inbesitznahme weiter afrikanischer Landstriche durch das Deutsche Reich 1884/85 ermöglichen half.
Autorenportrait
Florian Krobb ist Professor of German an der National University of Ireland Maynooth und Extraordinary Professor im Department of Modern Foreign Languages der Universität Stellenbosch (Südafrika).
Weitere Details
Erschienen: 31.03.2017
Umfang: 500 S., 8 farbige Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.2 x 21.6 x 15.3 cm
ISBN/EAN: 9783631716731
Umbreit-Nr.: 8907763
