Geraubte Erinnerungen
Die Ästhetik von Identität und 'memoria' in Félix Bruzzones 'Los topos', Europäische Hochschulschriften / European University Studies / Publications Universitaires Européennes 92
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Zusatztext
In dem 2010 erschienenen Roman Los topos des argentinischen Gegenwartsautors Félix Bruzzone macht sich der Protagonist auf die Suche nach seinem während der argentinischen Militärdiktatur verschwunden geglaubten Bruder, die in der Suche nach der eigenen Identität gipfelt. In aller Radikalität betont Bruzzone die Tradierung der Gewalt bis in die Gegenwart. Der Roman stellt einen bedeutenden Beitrag zur gegenwärtigen Memoria-Debatte dar, indem er die konventionelle Verteilung von Täter- und Opferrollen in Frage stellt. Anhand von Methoden aus der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung wird Bruzzones literarische Inszenierung von Erinnerung und Identität im Kontext der argentinischen Gegenwartsliteratur mit Hinblick auf den aktuellen Gedächtnisdiskurs analysiert.
Autorenportrait
Lela Weigt studierte Romanistik, Psychoanalyse und Geschichte an der Universität Frankfurt am Main und der Universität Barcelona.
Weitere Details
Erschienen: 07.10.2014
Umfang: 104 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783631655351
Umbreit-Nr.: 8906367
