Der Eulenburg-Skandal
Eine politische Kulturgeschichte des Kaiserreichs, Campus Historische Studien 55
Campus Verlag in der Beltz Verlagsgruppe
Standardwerk in 2., erheblich erweiterter Auflage
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Zusatztext
Maximilian Harden, der umstrittene Publizist und Intellektuelle des Kaiserreichs, begann im Herbst 1906 eine sensationelle Pressekampagne gegen Fürst Philipp Eulenburg, den besten Freund und zeitweise wichtigsten Berater Kaiser Wilhelms II.: In seiner europaweit beachteten Zeitschrift 'Die Zukunft' unterstellte er dem Fürsten, das Haupt einer Kamarilla zu sein, einer namentlich nie genau definierten Einflussgruppe im Arkanbereich der Reichsleitung, die durch Homosexualität zusammengehalten werde. Der 'Eulenburg-Skandal' erschütterte bis 1909 die Monarchie in Deutschland. Anhand zahlreicher Quellen, darunter rund 5.000 Presseartikel, geht Norman Domeier - nun in der 2., erheblich erweiterten Auflage seines Standardwerks - dem 'Eulenburg-Skandal' nach und liefert zugleich eine Kulturgeschichte der Politik im Kaiserreich. Er zeigt, dass es weniger um die Homosexualität Eulenburgs ging. Denn der 'Eulenburg-Skandal' gab zum einen die Initialzündung für eine moderne, kritische Öffentlichkeit in Deutschland; zum anderen bot er eine Gelegenheit, den kommenden Weltkrieg nicht nur politisch, militärisch und ökonomisch, sondern auch moralisch zu rechtfertigen.
Autorenportrait
Norman Domeier, PD Dr. phil., ist DAAD-Gastprofessor an der Karls-Universität Prag und Privatdozent an der Universität Stuttgart.
Weitere Details
Erschienen: 21.12.2026
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783593518732
Umbreit-Nr.: 3360242
