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Unerwartete Feinde

Cover von Unerwartete Feinde

Zivile Gewalt und Emotionen im Ersten Weltkrieg

Müller, Sven Oliver

Campus Verlag in der Beltz Verlagsgruppe

Wie und warum brach im Ersten Weltkrieg spontane Gewalt innerhalb der Zivilbevölkerung aus?

40.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Gewalt war im Ersten Weltkrieg auch an der Heimatfront eine alltäglich verfügbare Option. Anhand von drei Fallbeispielen - der Verfolgung angeblicher Goldtransporte in Automobilen, der Bedrohung aus der Luft durch Zeppeline und dem Versenken von Handels- und Passagierschiffen durch U-Boote - untersucht Sven Oliver Müller Gewalt von und gegen Zivilpersonen zwischen 1914 und 1918 im Deutschen Reich und in Großbritannien. Verunsicherung, Angst, Wut, Hass und das Gefühl von Ohnmacht führten zu spontanen Gruppenbildungen und Gewaltausbrüchen. Tatsächliche und erfundene Gefahren hatten zur Folge, dass unbekannte Reisende wie längst bekannte Nachbarn und generell Menschen, die als fremd wahrgenommen wurden, verfolgt, beleidigt, ausgeplündert oder getötet wurden. Medien und staatliche Propaganda verstärkten diese Taten und Emotionen. Einige der Gewaltausbrüche waren durchaus im Sinne der staatlichen Interessen - aber die Zivilisten handelten nicht immer so wie 'geplant' - als eigenständige Akteure bestimmten sie oft selbst, gegen wen sich ihre Gewalt richtete.

Autorenportrait

Sven Oliver Müller, PD Dr. phil., ist Historiker; er hat u.a. in Berlin, Tübingen, Bielefeld, London, New York und Florenz geforscht und gelehrt.

Weitere Details

Erschienen: 18.09.2025

Umfang: 340 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2.4 x 23.6 x 15.8 cm

ISBN/EAN: 9783593518329

Umbreit-Nr.: 6176823

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