Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Fritz Bauer - Kleine Schriften 1+2

Cover von Fritz Bauer - Kleine Schriften 1+2

1921-1961/1962-1969, 2 Bde, Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts 32

Lena Foljanty/David Johst

Campus Verlag in der Beltz Verlagsgruppe

Jurist, Remigrant, jüdischer Intellektueller, Sozialdemokrat

78.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Fritz Bauer ist als der Staatsanwalt in die Geschichte der Bundesrepublik eingegangen, der den Auschwitz- Prozess initiiert und in einer Vielzahl weiterer Fälle die Verfolgung von NS-Verbrechen in die Wege geleitet hat. In Büchern, Aufsätzen, Zeitungsartikeln, Interviews und Reden in Hörfunk und Fernsehen reflektierte er die gesellschaftliche und politische Lage der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit. Daneben formulierte er ein kriminalpolitisches Programm, in dem er Ziel und Zweck des Strafrechts grundlegend infrage stellte. Bauer hat in diesen Schriften oft Positionen bezogen, die für seine Zeit ungewöhnlich waren; zugleich zeigen sie, wie eng er dem Denken seiner Zeit verbunden war. Sie gewähren Einsicht in Diskussionen der frühen Bundesrepublik und führen eindrucksvoll vor Augen, wie sich Bauer als Jurist, Remigrant, jüdischer Intellektueller und Sozialdemokrat einmischte und Gehör verschaffte. So eröffnen seine 'Kleinen Schriften' aus heute meist unzugänglichen Zeitungen und Zeitschriften, den Blick auf die Brüche in Bauers Biografie, auf Exil und Remigration als Schlüsselerfahrungen. Fritz Bauer (1903-1968) war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im Kampf für die juristische Ahndung der NS-Verbrechen in den 1950er- und 1960er-Jahren in der Bundesrepublik. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, kehrte Bauer 1949 nach West-Deutschland zurück und setzte sich als hessischer Generalstaatsanwalt für die Demokratisierung des Landes ein. Er hatte wesentlichen Anteil am Zustandekommen des Eichmann-Prozesses, war maßgeblicher Initiator des Auschwitz-Prozesses in Frankfurt am Main (1963-1965) und strengte ein Verfahren gegen Beteiligte am NS-'Euthanasie'-Programm an. 'Ein Humanist und Demokrat [] ein Visionär des Rechtsstaats' Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

Autorenportrait

Lena Foljanty ist Juristin und Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. David Johst ist Historiker und arbeitet als freier Wissenschaftler und Journalist.

Weitere Details

Erschienen: 06.12.2018

Umfang: 1853 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 12 x 24.7 x 18 cm

ISBN/EAN: 9783593508597

Umbreit-Nr.: 3124301

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.