Das Kapital und die Stadt
Die Geschichte der Stadt aus der Perspektive der Finanzwelt
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Zusatztext
Dieses Buch zeigt, warum unsere Städte heute so aussehen, wie sie aussehen - und warum ihr Wandel oft weniger von architektonischen Ideen als von Zinsen, Kreditregeln und Bodenpreisen bestimmt wird. Es nimmt das Gebäude in seiner doppelten Natur ernst: als Gebrauchsobjekt und als Tauschwert. Ein Haus bietet Schutz, strukturiert den Alltag und stiftet Würde - zugleich wird es bewertet, beliehen und gehandelt. Sobald Renditekennzahlen, Finanzierungslogiken und Verwertungsdruck an Einfluss gewinnen, verschiebt sich das Kräfteverhältnis: Räumliche Qualität gerät gegenüber ökonomischen Maßstäben ins Hintertreffen - mit Folgen für ganze Stadtmorphologien. Von Mittelalter und Barock über die großstädtischen Umbrüche des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne zeigt das Buch, wie Parzelle, Block und Typologie aus Rechten, Abgaben, Infrastruktur und Kapital hervorgehen. Es erzählt die Moderne zugleich als Reformprojekt - und ihren späteren Umschlag in Standardisierung, Funktionstrennung und ökonomische Vereinheitlichung. Am Beispiel der Metropole wird sichtbar, wie Finanzgeschichte zu Stadtgeschichte wird und wie Architektur zum Ausdruck finanzieller Logik werden kann. Höhe, Schlankheit, Aussicht und Lage erscheinen dabei nicht nur als architektonische Eigenschaften, sondern als ökonomische Werte. Doch diese Logik stößt an Grenzen: an Mängel, Versicherbarkeit und Betriebskosten. Am Ende entwirft das Buch einen Gegenentwurf: Gründerzeit nicht als Stilkopie, sondern als Prinzip - robust, reparierbar, nutzungsoffen und getragen von einem Kapital, das langfristig denkt. Englische Version: Capital and the City
Weitere Details
Erschienen: 17.04.2026
Umfang: 208 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 20.5 x 13.5 cm
Lesealter: Lesealter: 18-99 J.
ISBN/EAN: 9783565415601
Umbreit-Nr.: 1274155
