Die gesellschaftspolitische Geschichte des Faust-Mythos
wbg Academic in der Verlag Herder GmbH
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Zusatztext
Der Faust-Mythos repräsentiert die Geschichte des europäischen Selbstverständnisses der Neuzeit. Von dem legendären historischen Johann Faustus über die literarischen Helden ist Faust Symbolfigur für die Autonomie des Menschen, Sinnbild für die Unabhängigkeit des Einzelnen, für die Beherrschung der Natur und die Einschränkung göttlicher Macht. Mit der Erweiterung durch das Thema Geschlechterbeziehungen verschaffte Goethe der Faust-story ein neues, bis in die aktuelle Gegenwart reichendes Diskussionsforum für gesellschaftliche Probleme. Das vorliegende Buch stellt die Geschichte der Faust-Diskussion durch fast dreieinhalb Jahrhunderte in den verschiedenen Sparten dar: Dichtungen, Aufführungen, bildliche Gestaltungen, Zeugnisse persönlicher Identifikationen, Interpretationen dar Damit ist diese Darstellung ein Geschichtsbuch über das Selbstverständnis von Gesellschaften.
Autorenportrait
Prof. Dr. Rüdiger Scholz lehrte bis 2004 Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Freiburg. Er hat Bücher über Jean Paul, Lessing, Heine und Max von der Grün geschrieben. Zu Goethe veröffentlichte er die Akten der drei Kindesmordfälle in Weimar 1781-83. Er hat über Goethes Faust und die Geschichte der Faust-Rezeption Bücher publiziert und sich mit Aufsätzen und Rezensionen an der Faust-Diskussion beteiligt.
Weitere Details
Erschienen: 20.04.2026
Umfang: 544 S.
Sprache: Deutsch
Einband: PB
Format: 3.3 x 24.1 x 17 cm
ISBN/EAN: 9783534642205
Umbreit-Nr.: 789889
