Sic et Non
Lutherische Bekenntnisgrundlagen zwischenkirchlicher Anerkennung, Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie 181
Tobias R. Schütze untersucht die lutherischen Bekenntnisschriften auf Aussagen zur zwischenkirchlichen Anerkennung. Das Bekenntnis kennt gemeinsam mit der Heiligen Schrift keine graduelle Kirchlichkeit. Stattdessen deutet es an einigen Stellen eine Anerkennung heterodoxer Kirchen an, an anderen Stellen aber aberkennt es solchen jegliche Kirchlichkeit. Statt die beiden Ansichten von An- und Aberkennung zu harmonisieren oder gegeneinander auszuspielen, bietet das Bekenntnis eine aspektivische Ekklesiologie. Somit ist im Hinblick auf die ökumenische Praxis die Frage nach zwischenkirchlicher Anerkennung nie grundsätzlich und endgültig zu beantworten, sondern muss stattdessen immer wieder aufgebracht werden.
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Zusatztext
Schütze untersucht in seiner Dissertation die lutherischen Bekenntnisschriften auf Aussagen zur zwischenkirchlichen Anerkennung. Diese kennen keine graduelle Kirchlichkeit. Stattdessen deuten sie an einigen Stellen eine Anerkennung heterodoxer Kirchen an, an anderen Stellen aber aberkennen sie solchen jegliche Kirchlichkeit. Statt die beiden Ansichten von An- und Aberkennung zu harmonisieren und somit zugleich entweder zu gradualisieren oder aber gegeneinander auszuspielen, bietet das Bekenntnis eine aspektivische Ekklesiologie. In der Praxis ist die Frage nach zwischenkirchlicher Anerkennung aufgrund dieser nie grundsätzlich und endgültig beantwortet, sondern stattdessen immer wieder neu aufgegeben.
Weitere Details
Erschienen: 09.03.2026
Umfang: 352 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783525573662
Umbreit-Nr.: 7643716
