Philipp Melanchthon in 100 persönlichen Briefen
Christine Mundhenk/Matthias Dall'Asta/Heidi Hein
Philipp Melanchthon (1497-1560) war 28 Jahre lang Luthers Kollege in Wittenberg und sein engster Mitarbeiter. 100 ausgewählte Briefe in chronologischer Reihenfolge illustrieren wichtige Ereignisse aus seinem Leben. Die meisten erscheinen erstmals in deutscher Übersetzung. Sein vielfältiges wissenschaftliches Interesse, sein reformatorisches und pädagogisches Wirken, vor allem aber auch private Aspekte, seine Freundschaften, Empfindungen, Hoffnungen und Träume, drücken sich in diesen Briefen aus. Das ermöglicht uns tiefe Einblicke in das Alltagsleben zur Zeit der Reformation und einen unverstellten Zugang ins Leben Melanchthons.
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Zusatztext
Briefe waren für Melanchthon zeitlebens das vorrangige Instrument, um mit entfernt lebenden Freunden im Gespräch zu bleiben und verschiedenste Angelegenheiten zu regeln; täglich schrieb er Briefe, manchmal zehn an einem Tag. Die von ihm erhaltene Korrespondenz umfasst knapp 10.000 Stücke, sein Korrespondenznetz spannt sich über ganz Europa. Die in den Briefen behandelten Themen sind so vielfältig, wie es das Leben mit sich bringt. Private Themen kommen genauso zur Sprache wie wissenschaftliche und politische, auch innerhalb eines Briefes. Die Briefe zeigen Melanchthon nicht nur als Reformator und Wissenschaftler, sondern als Menschen: als verlässlichen Freund (allein an Joachim Camerarius schrieb er mehr als 600 Briefe); als liebenden Familienvater, den die Eheprobleme seiner Tochter quälten und der gerne Enkelkinder in sein Haus aufnahm; als loyalen Kollegen, der unter dem aufbrausenden Wesen des älter werdenden Luther litt; als Astrologen, der Horoskope erstellte und seinen Träumen hohe Bedeutung beimaß; als Münzsammler; als Spender von Trost und Zuspruch angesichts von Krankheit, Tod und Kriegswirren - um nur einige Aspekte zu nennen. Melanchthons Briefe sind wirkliche Augenblickserzeugnisse und nicht aufwendig stilisiert, wie es andere Humanisten im 16. Jahrhundert zu tun pflegten; sie bringen das, was ihn bewegte, unmittelbar auf den Punkt.
Autorenportrait
Dr. Christine Mundhenk ist Leiterin der Melanchthon-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Weitere Details
Erschienen: 11.09.2017
Umfang: 195 S., 5 Illustr., 5 Fotos, 5 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 1.8 x 21.2 x 13.1 cm
ISBN/EAN: 9783525552872
Umbreit-Nr.: 2386608
