Angstbeißer, Trauerkloß, Zappelphilipp?
Seelische Gesundheit bei Männern und Jungen
Psychische Belastungen äußern sich bei Männern häufig anders als bei Frauen. Statt darüber zu sprechen oder sich Hilfe zu suchen, verhalten sich Männer eher destruktiv - gegenüber anderen oder sich selbst.
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Zusatztext
Bis heute ist der männliche Rollenkäfig recht stabil. Gefühlsferne und klagloses Ertragen von Härten und Gesundheitsrisiken sind immer noch typische Merkmale der Männerrolle. Sie erschweren einen sensiblen und reflektierten Umgang mit der eigenen emotionalen Bedürftigkeit. In der Kindheit erfahrene Verunsicherungen und damit zusammenhängende unverarbeitete Ängste, Wut und Trauer werden abgewehrt. Bei Jungen zeigen sich destruktive Impulsivität und ADHS. Seelische Belastungen äußern sich bei Männern häufig anders als bei Frauen. Ungesundes Arbeiten, Alkoholmissbrauch, Aggression, Hochrisikoverhalten sind dann krank machende Auswege - mit Folgen für die seelische Gesundheit. Vielen Männern sind solche Zusammenhänge nicht bewusst. Es fällt ihnen schwer, über seelische Verwundungen und emotionale Bedürfnisse zu sprechen, sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Medizinische Diagnostik und Behandlung sind noch zu unsensibel für die rollentypisch verzerrten Symptomschilderungen und dahinterliegende seelische Nöte von Jungen und Männern. Renommierte Expertinnen und Experten informieren über diese Problematik und zeigen Lösungswege auf.
Autorenportrait
Prof. Dr. med. Matthias Franz ist Univ.-Prof. für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf. André Karger ist Oberarzt des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf.
Weitere Details
Erschienen: 28.10.2015
Umfang: 271 S., 18 Illustr., 9 Tab., 9 Abb., mit 9 Abb. un
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.8 x 20.5 x 12.3 cm
ISBN/EAN: 9783525452431
Umbreit-Nr.: 8230876
