Gewalt und Gewaltfreiheit in Judentum, Christentum und Islam
Annäherungen an ein ambivalentes Phänomen
Ausgehend von der These, dass jede ernsthafte Beschäftigung mit den drei abrahamitischen Religionen nicht nur deren Gewaltpotenzial in den Blick nehmen, sondern auch ihre friedensstiftende Seite betonen muss, analysieren die Autorinnen und Autoren das vielschichtige Verhältnis von Religion, Gewalt und Gewaltfreiheit. Der interdisziplinäre Sammelband, der historische, theologisch-ethische und sozialwissenschaftliche Beiträge vereint, zeigt so verschiedene Möglichkeiten auf, mit dem komplexen Thema umzugehen. Der Fokus auf die Ambivalenz der Religionen schafft dabei maximale Offenheit im Umgang mit religiös konnotierter Gewalt.
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Zusatztext
Religionen werden heute als ein ambivalentes Phänomen wahrgenommen. So wird ihnen die Fähigkeit zugesprochen, in Gewaltkonflikten sowohl verschärfend als auch deeskalierend zu wirken. Während die einen sie als Verursacher von Gewalt kritisieren, betonen andere ihr Friedenspotenzial und ihr Ideal der Gewaltlosigkeit. Durch den Fokus auf diese Ambivalenz soll maximale Offenheit im Umgang mit religiös konnotierter Gewalt ermöglicht werden. Die interdisziplinäre Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat das vielschichtige Verhältnis von Religion, Gewalt und Gewaltfreiheit aufgezeigt. Einen interdisziplinären Ansatz verfolgt auch dieser Sammelband. Er will jedoch keine letzten Antworten für ein Problem liefern, das sich in seiner Komplexität einem solchen Ansinnen widersetzt. Vielmehr zeigt er Möglichkeiten auf, mit dem Thema umzugehen. Er bildet damit Suchbewegungen ab, die eine dem Forschungsgegenstand angemessene Verhältnisbestimmung anstreben.
Weitere Details
Erschienen: 03.12.2018
Umfang: 256 S., 9 Illustr., 1 Foto, 8 Tab., 1 Abb., 4 Diag
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.3 x 23.5 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783525370827
Umbreit-Nr.: 5923640
