Der jüdische Mai 68
Pierre Goldman, Daniel Cohn-Bendit und André Glucksmann im Nachkriegsfrankreich, Schriften des Simon-Dubnow-Instituts 22, Schriften des Simon-Dubnow-Instituts 22
Die Studie zeichnet die Lebenswege der drei wichtigen Aktivisten des Mai 68 erstmals in gedächtnisgeschichtlicher Perspektive und eingebettet in eine jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts nach.
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Zusatztext
Drei jüdische Aktivisten spielten im Umfeld des Pariser Mai eine wichtige Rolle: Daniel Cohn-Bendit, der als Person das Ereignis symbolisiert, Pierre Goldman, der bis zu seiner Ermordung im Jahr 1979 die Ikone der radikalen Linken war, und André Glucksmann, vormals der maoistischen Strömung zugeneigt, der Mitte der 1970er Jahre die antitotalitäre Denkrichtung der 'Neuen Philosophen' mitbegründete. Sebastian Voigt zeichnet die Lebenswege dieser drei Protagonisten der radikalen Linken im Nachkriegsfrankreich nach und rückt ihre politischen Biografien in einen gedächtnisgeschichtlichen Zusammenhang. Hierzu öffnet er den Blick zurück auf die Elterngeneration und nimmt deren in der Zwischenkriegszeit liegende Erfahrungsgeschichte in den Fokus. Eine solche Rückschau in die Vorgeschichte führt von Frankreich aus in die Lebenswelten der als Immigranten und Flüchtlinge aus Deutschland, Polen und dem Habsburgerreich kommenden Juden. Kommunismus, Zionismus und antifaschistisches Engagement der Elterngeneration bilden dabei ebenso wie der bewaffnete Widerstand gegen die deutsche Besatzung die gedächtnispolitische Folie, vor der die Ereignisse des Mai 68 in neuem Licht erscheinen.
Autorenportrait
Dr. Sebastian Voigt ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München.
Weitere Details
Erschienen: 10.10.2016
Umfang: 384 S., 7 Illustr., 7 Fotos, 7 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3 x 23.6 x 16 cm
ISBN/EAN: 9783525370490
Umbreit-Nr.: 9977756
