Antike Weisheit und kulturelle Praxis
Hermetismus in der Frühen Neuzeit, Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 171
Hartmut Lehmann/Anne-Charlott Trepp
Der multiperspektivisch angelegte Band beschäftigt sich mit alternativen Sinnkonzepten in der Frühen Neuzeit. Die Autoren untersuchen konkrete Bedeutungs- und Rezeptionszusammenhänge und fragen nach individuellen Aneignungen und Umdeutungen.
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Zusatztext
Aus kulturhistorischer Perspektive war für die Frühe Neuzeit nicht allein die Herausbildung der Konfessionen charakteristisch, sondern ebenso ein auffälliges Interesse an alternativen Sinnkonzepten wie antiken Weisheitslehren und naturmagischen Praktiken, die uns heute oft mit kirchlichen Glaubensvorstellungen unvereinbar erscheinen mögen. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Hermetismus zu, der Rezeptions- und Aneignungsgeschichte spätantiker religions- und naturphilosophischer Lehren und Praktiken, deren zentrale Grundlage das so genannte Corpus Hermeticum bildete.Den Autoren und Autorinnen dieses Bandes geht es vor allem um konkrete Erscheinungsformen des Hermetismus. Sie untersuchen charakteristische Bedeutungs- und Rezeptionszusammenhänge sowie individuelle Aneignungen und Umdeutungen hermetischer Vorstellungen von der Mitte des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Als gemeinsames Resultat erscheint der Hermetismus in seiner spezifischen Verknüpfung von Glauben und Wissen als eine zentrale Schnittstelle frühneuzeitlicher Sinngebungen und Wissensbildung.
Autorenportrait
Prof. em. Dr. Kaspar von Greyerz war Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit in Zürich und Basel.
Weitere Details
Erschienen: 12.09.2001
Umfang: 475 S., 18 Illustr., 18 Fotos, 18 Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783525353745
Umbreit-Nr.: 6121534
