Militärische Organisationskultur im Nationalsozialismus
Das Reserve-Polizeibataillon 61 und der Zweite Weltkrieg in Osteuropa, Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung 69
Das Buch analysiert die für Verbrechen an Zivilisten maßgebliche Organisationskultur des Polizeibataillons 61. Für die Gewalt als Konsensprojekt war der Opportunismus der Akteure letztlich weit einflussreicher als deren Ideologie.
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Zusatztext
Die Studie befasst sich erstmals umfassend mit den Handlungsrationalen und -spielräumen der Männer des Polizeibataillons 61 sowie deren ausgeübter Gewalt in Osteuropa. Deren Gewalt war nur zum Teil ein direktes Ergebnis offizieller Vorgaben. Vielmehr ist sie als Konsensprojekt im Rahmen situativer und organisationaler Begebenheiten zu verstehen. Letztlich war es der Opportunismus und die große Indifferenz der in eine »gierige Organisation« eingebetteten Polizisten gegenüber etwaigen Opfern, der zu verbrecherischen Handlungen antrieb.
Autorenportrait
Dr. Jan Hendrik Issinger ist Historiker sowie Studienrat für die Fächer Geschichte und Politik-Wirtschaft. Für seine Dissertationsschrift wurde er 2020 mit dem Monika-Glettler-Preis der Universität Freiburg ausgezeichnet.
Weitere Details
Erschienen: 17.01.2022
Umfang: 642 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 4.6 x 24.6 x 18 cm
ISBN/EAN: 9783525317372
Umbreit-Nr.: 1992052
