Europa und die deutsche Einheit
Beobachtungen, Entscheidungen und Folgen
Michael Gehler/Maximilian Graf
Eine Internationale Geschichte der deutschen Einheit ist erheblich vielschichtiger als der bisherige Fokus auf den inneren Einigungsprozess und die Großmächtedimension vermuten lassen. Anhand von Länderstudien in regional- und bündnisbedingten Themenblöcken liefert der Band vor dem historischen Hintergrund Einsichten in die jeweiligen nationalen Haltungen. Zudem wird die Rolle transnationaler Parteiennetzwerke thematisiert. Im Zentrum der Analysen steht die Haltung zur deutschen Frage vom Mauerfall am 9. November 1989 bis zum Vollzug der Einheit am 3. Oktober 1990. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die Rolle des geeinten Deutschland in Europa geboten. Mit Beiträgen von Heike Amos (Berlin), Birgit Aschmann (Berlin), Juhana Auneslouma (Helsinki), Andrea Brait (Innsbruck), Giovanni Bernardini (Trento), Hüseyin Çiçek, (Erlangen-Nürnberg), Deborah Cuccia (Florenz), Michael Gehler (Hildesheim), Tim Geiger (Berlin), Philipp Greilinger (Wien), Hans Otto Frøland (Trondheim), Anjo Harryvan (Groningen), Andreas Hilger (Marburg), Siebo M. H. Janssen (Köln), Georg Kreis (Basel), Sarah Knoll (Wien), Hanns Jürgen Küsters (Sankt Augustin), Miroslav Kunstát (Prag), Aryo Makko (Stockholm), Hinnerk Meyer (Hildesheim), Dominik Pick (Berlin), Mervyn O'Driscoll (Cork), Christian F. Ostermann (Washington, D.C.), Tilo Schabert (Erlangen-Nürnberg), Andreas Schmidt-Schweizer (Budapest), Johannes Schönner (Wien), David Schriffl (Wien), Arnold Suppan (Wien), Andreas Stergiou (Thessaloniki), Marjo Uutela (Helsinki), Thorsten Borring Olesen (Arhus), Niels Wium Olsesen (Arhus), Jan van der Harst (Groningen), Steven Van Hecke (Leuven) und Hermann Wentker (Berlin).
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Zusatztext
Auf den ersten Blick gehört die deutschen Einheit zu den am besten aufgearbeiteten Kapiteln der jüngsten Zeitgeschichte, jedoch fokussierte die bisherige Forschung vor allem auf die innerdeutsche Dimension und auf die internationale Durchsetzung der Einheit. Dabei standen insbesondere die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs und einige Nachbarstaaten im Mittelpunkt. Dieser Band untersucht die 'Wiedervereinigung' erstmals aus einer gesamteuropäischen Perspektive und gliedert sich in regional- und bündnisbedingte Themenblöcke (Vier Mächte, Neutrale und NATO-Staaten, Skandinavien, Benelux-Staaten, Mittel- und Osteuropa, Südeuropa). Zudem wird auch die Rolle transnationaler Parteiennetzwerke thematisiert. Die einzelnen Länderstudien skizzieren das Verhältnis des jeweiligen Landes zu den beiden deutschen Staaten vor 1989/90. Im Zentrum der Analysen steht die Haltung zur deutschen Frage vom Mauerfall am 9. November 1989 bis zum Vollzug der Einheit am 3. Oktober 1990. Länderspezifische Schwerpunktsetzungen machen deutlich, wie divers die deutsche Einheit aus den jeweiligen nationalen Blickwinkeln wahrgenommen wurde und wie sehr diese bis heute das Deutschlandbild (mit)prägen. Vor dem Hintergrund der Vertiefung der europäischen Integration und der Erweiterung der EU wird ein Ausblick auf die Rolle des geeinten Deutschlands bis ins Europa unserer Tage gewagt.
Autorenportrait
<p>Hermann Wentker ist Leiter der Abteilung Berlin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin.</p>
Weitere Details
Erschienen: 11.09.2017
Umfang: 848 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 5.5 x 24 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783525301869
Umbreit-Nr.: 2389261
