Contergan
Hintergründe und Folgen eines Arzneimittel-Skandals
Thomas Großbölting/Niklas Lenhard-Schramm
Der Band untersucht, welche historischen Verhältnisse den Contergan-Skandal bedingten, wie dieser auf die Gesellschaft zurückwirkte und inwieweit es sich bei Contergan um einen Sonderfall handelte.
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Zusatztext
Der Fall Contergan gilt als größter Pharmaskandal der neueren deutschen Geschichte. Bis heute dient der Name des Schlafmittels, das tausende Kinder fehlgebildet zur Welt kommen ließ und im November 1961 vom Markt genommen wurde, als Inbegriff für Arzneimittelrisiken und Geburtsschäden. Aber auch über den engeren Bereich des Arzneimittelwesens hinaus war der Skandal Teil eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses, der die bundesrepublikanische Gesellschaft ab den späten 1950er Jahren erfasste. Der Sammelband spürt diesem sozialen wie kulturellen Kontext des Skandals nach. Verschiedene Perspektiven beleuchten, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Zusammenhänge den Contergan-Skandal ermöglichten und prägten, wie der Skandal auf seine soziale Umwelt zurückwirkte und inwieweit es sich bei dem Medikament Contergan um einen Sonderfall handelte. Im Blickfeld stehen dabei verschiedene Problemfelder: von der pharmazeutischen Sphäre und der medizinischen Wissenschaft über die Konsumgesellschaft bis hin zu den staatlichen Kontrollorganen und rechtlichen Grundlagen.
Autorenportrait
<p>Prof. Dr. Sabine Mecking, Historikerin, lehrt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Duisburg und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.</p>
Weitere Details
Erschienen: 13.11.2017
Umfang: 221 S., 11 Illustr., 4 Tab., 7 Abb., mit 7 Abb. un
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2 x 23.8 x 16.3 cm
ISBN/EAN: 9783525301838
Umbreit-Nr.: 2386604
