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Weltstadtvergnügen

Cover von Weltstadtvergnügen

Berlin 1880-1930

Morat, Daniel/Becker, Tobias/Lange, Kerstin u a

Vandenhoeck & Ruprecht

The Roaring Twenties: das Etikett, das dem Berlin der Weimarer Republik anhaftet und eine brodelnde, innovative, kosmopolitische Weltstadt beschreibt. Dieses Bild bedarf der Ergänzung. Schon in der Zeit des Kaiserreichs konnten vielfältige Vergnügungen in der jungen Hauptstadt erlebt werden. Unterhaltungstheater, Tanz, Populärmusik, Vergnügungsparks und Drogenszene begleiteten die Urbanisierung und dienten der Einübung in großstädtische Kultur und Lebensweise. Facettenreich und anschaulich führen die Autoren durch die Szenerie der Berliner Vergnügungskultur um 1900, als die deutsche Hauptstadt zur Weltstadt wurde.

40.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Das Buch gibt mit Kapiteln zum Unterhaltungstheater, zum Tanz, zur Populärmusik, zum Vergnügungspark und zum Drogenkonsum einen Überblick über die Entwicklung der Berliner Vergnügungskultur vom Deutschen Kaiserreich bis zur Weimarer Republik. Es verfolgt dabei den Zusammenhang von Vergnügen und Stadt auf zwei Ebenen: Zum einen zeigt es, dass die Vergnügungskultur eine wichtige Funktion für die sog. innere Urbanisierung hatte, d.h. für die mentale und habituelle Anpassung der Stadtbewohner/innen an die durch die äußere Urbanisierung veränderten Lebensbedingungen in der Großstadt. Zum anderen zeigt es, dass die Vergnügungskultur auch ein wichtiges Übungsfeld für den Umgang mit kultureller Differenz war und damit den kosmopolitischen Charakter Berlins als Weltstadt prägte. Diese beiden Leitfragen nach der Erfahrung der Weltstadt im Vergnügen strukturieren die Darstellung in den fünf Kapiteln, die gleichzeitig eine anschauliche Rekonstruktion der verschiedenen Berliner Vergnügungsorte und -praktiken, der Akteure auf und vor den Unterhaltungsbühnen und -plätzen der Stadt bieten. Ein Ergebnis der Darstellung ist dabei auch die Erkenntnis, dass das Berliner Vergnügungsleben nicht erst in den goldenen Zwanzigerjahren, sondern schon um 1900 in vielerlei Hinsicht ausschweifend war und die Wahrnehmung Berlins als Weltstadt prägte.

Autorenportrait

Nach dem Studium der Geschichtswissenschaft und Soziologie in Düsseldorf, Bielefeld und Baltimore promovierte Paul Nolte 1993 an der Universität Bielefeld und war dort Wissenschaftlicher Assistent. 1993 bis 1994 war er German Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University und 1998 bis 1999 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Im Jahre 1999 habilitierte er sich in Bielefeld für Neuere Geschichte und nahm Lehrstuhlvertretungen in Göttingen und Bielefeld wahr, bevor er an die neugegründete International University in Bremen berufen wurde. Seit 2005 ist er Professor für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin.

Weitere Details

Erschienen: 07.03.2016

Umfang: 272 S., 49 Illustr., 49 Abb., mit 49 Abb. und 2 Ka

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 2.3 x 23.8 x 16.5 cm

ISBN/EAN: 9783525300879

Umbreit-Nr.: 8753643

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