Pagane Texte und Wertvorstellungen bei Lactanz
Hypomnemata 165, Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben
Das Buch untersucht, wie Lactanz (ca. 250-325) griechisch-römische Texte und Wertvorstellungen christlich funktionalisiert hat.
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Zusatztext
Jochen Walter erörtert die raffinierten rhetorischen Techniken, durch die Lactanz vorübergehend Differenzen zwischen 'Antikem' und 'Christlichem' verschleiert, und diskutiert die methodologischen Aussagen, in denen er diese Techniken reflektiert. Außerdem untersucht er systematisch die zahlreichen intertextuellen Referenzen auf sieben pagane Textgruppen von der Historiographie bis hin zu den Hystaspes-Orakeln. Darüber hinaus werden die Gerechtigkeitskonzeption sowie Lactanz Gedanken zu Religion, Philosophie, Politik, Gesellschaft, Bildung und Toleranz vorgestellt. Lactanz weiß diese antiken Diskurse geschickt für seine apologetischen Zwecke zu funktionalisieren; lediglich im Bereich der Politik passt auch er selbst seine Vorstellungen an zeitgenössische Entwicklungen an, ohne aber den Primat des Religiösen vor dem Politischen prinzipiell aufzugeben.
Weitere Details
Erschienen: 06.06.2006
Umfang: 382 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.2 x 23.7 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783525252642
Umbreit-Nr.: 1742362
