Bedingungen unserer Existenz
Zur Aktualität Michel Foucaults
Saar, Martin/Vogelmann, Frieder
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Zusatztext
Wie blicken wir heute auf Michel Foucault? Wie lässt sich die Wirkung seines vielgelesenen und vielkritisierten Werks in unserer Zeit einschätzen? Auf der einen Seite zählt es zu den kanonischen Quellen der neueren Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, die Foucault so tiefgreifend geprägt hat wie sonst wohl kein anderer Autor der Nachkriegszeit. Auf der anderen Seite wird er in immer wiederkehrenden Debatten für irrationale Verirrungen und relativistische Sackgassen des zeitgenössischen Denkens verantwortlich gemacht. Martin Saar und Frieder Vogelmann präsentieren in ihrer scharfsinnigen philosophischen Sondierung von Foucaults Vermächtnis weder eine unanfechtbare Autorität noch stoßen sie auf eine Zersetzung von Wahrheit, eine Verabsolutierung von Identität und eine Zersplitterung von Politik. Vielmehr entdecken sie ein hochbewegliches diagnostisches Denken, das sich den Voraussetzungen dessen widmet, was jeweils als wahr, authentisch oder legitim gilt. Foucaults berühmte distanzierende Operationen sind dabei primär Ausdruck eines Denkstils, der auf Intervention in die politisch-soziale Wirklichkeit zielt. Der philosophischen Kritik Foucaults geht es um nicht weniger als um die Bedingungen unserer Existenz.
Autorenportrait
Informationen zu Martin Saar auf suhrkamp.de
Weitere Details
Erschienen: 08.09.2026
Umfang: 150 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783518588536
Umbreit-Nr.: 952710
