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Blaubart

Cover von Blaubart

Eine Erzählung

Frisch, Max

Suhrkamp Verlag GmbH

10.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

'Freispruch mangels Beweis. Wie lebt einer damit? Ich bin vierundfünfzig', heißt es zu Beginn der Erzählung. Dr. med. Felix Schaad stand in Verdacht, mit seiner Krawatte seine ehemalige Frau Rosalinde Zogg erdrosselt zu haben. Für den Staatsanwalt steht das Motiv fest: Eifersucht. Der Staatsanwalt will Schaad für zehn Jahre ins Zuchthaus schicken, doch das Gericht erkennt auf Freispruch. 'Was meinen Blaubart betrifft: Schaad weiß nicht, was er unter Schuld versteht, und er ist nicht der einzige, der das heute nicht weiß, glaube ich. Schaad hat ein latentes Schuldgefühl. Vor Gericht wird ihm ein Delikt unterstellt, das er nicht begangen hat. Er weiß, daß er nicht der Täter gewesen ist, aber er kann nicht sagen: Ich bin unschuldig. Für mich geht es in diesem etwas schauerlichen Buch zentral um die Frage von Schuld - Unschuld in einem Fall, wo die Schuld nicht belegbar ist durch die Tat. Ich habe den Kriminalfall so durchschnittlich wie möglich gewählt, damit er nicht das Interesse abzieht, denn nicht dieser Kriminalfall hat mich interessiert, sondern die Technik der Wahrheitsfindung, das Gericht als Beispiel.' (Aus einem Gespräch zwischen Max Frisch und Günter Kunert)

Autorenportrait

Informationen zu Max Frisch auf suhrkamp.de

Weitere Details

Erschienen: 27.04.1993

Umfang: 172 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1 x 17.7 x 10.8 cm

ISBN/EAN: 9783518386941

Umbreit-Nr.: 845791

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