Hitlers Reichskirchenminister
Nationalsozialistische Kirchenpolitik als strategisches Scheitern 1935-1941, Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen 150
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Zusatztext
Warum scheiterte der Reichskirchenminister - und welchen strategischen Nutzen zog Hitler daraus? Das vorliegende Buch analysiert das vollständige Scheitern des von Hitler persönlich eingerichteten Reichskirchenministeriums unter Hanns Kerrl als bewusst geschaffene dysfunktionale Institution. Kerrl, der als Kirchenminister nicht ein einziges seiner Ziele erreichte, brillierte in diesem Scheitern als der nützliche Verlierer in Hitlers kirchenpolitischer Strategie: Der Diktator war bemüht, die relativ kirchenfreundliche Fassade seines Ministers zu wahren und die Kooperation der Kirchen mit dem Regime aufrecht zu erhalten. Dies diente dazu, seine Macht innerhalb des NS-Herrschaftsapparates zu vergrößern und sich nach außen hin als Integrationsfigur für sämtliche kirchenpolitischen Strömungen zu inszenieren. Basierend auf umfassendem Quellenmaterial entlarvt die vorliegende Untersuchung das vermeintliche Scheitern als gezielte Strategie Hitlers.
Autorenportrait
Daniel E. D. Müller, Dr., studierte Geschichte, Theologie, Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Bildungswissenschaften an der Universität Bonn und der University of St. Andrews. Bevor er seine Promotion an der Universität Bonn und der Harvard University zwischen 2021-2023 abschloss, arbeitete er als Redenschreiber des Hessischen Ministerpräsidenten. Seit 2024 lehrt und forscht er als Postdoktorand an der Ruhr-Universität Bochum.
Weitere Details
Erschienen: 05.12.2025
Umfang: XII, 372 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3 x 24 x 16.4 cm
ISBN/EAN: 9783506798145
Umbreit-Nr.: 6455603
