Romano Guardini und die Ambivalenz der Moderne
Liturgische Bewegung und Gesellschaftsreform in der Weimarer Republik, Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen 143
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Zusatztext
Romano Guardini gehört zu den bekanntesten Reformtheologen und katholischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Die Studie verortet ihn erstmals in der Geschichte gesellschaftlicher Modernisierung in der Kaiserzeit und Weimarer Republik. In der von industriellem Aufbruch samt seinen Verwerfungen bestimmten Epoche änderten sich neben Bildungsidealen und -wegen auch die Verhältnisbestimmung von Individualität und Sozialität, die Körperwahrnehmung, der Naturbezug und das Zeitempfinden. Religion und Ritual fanden verbreitet neue Aufmerksamkeit. In diesen Zusammenhängen entsteht Guardinis sehr eigenständiges reformtheologisches Profil. Vor dem zeitgenössischen Panorama gesellschaftlicher Debatten und im Kontext der Jugendbewegung zeigt die Studie, dass Guardinis Reform liturgischer Praxis wesentlich auf die Herausforderungen der Industriegesellschaft und ihre kulturellen Transformationen zu antworten versuchte.
Autorenportrait
Lea Lerch promovierte mit dieser Studie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum sowie in der Historischen Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal.
Weitere Details
Erschienen: 14.04.2023
Umfang: X, 487 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.8 x 24 x 16.7 cm
ISBN/EAN: 9783506795328
Umbreit-Nr.: 5351037
