Zufluchtsort DDR?
Chilenische Flüchtlinge und die Ausländerpolitik der SED, Sammlung Schöningh Zur Geschichte der Gegenwart, Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart
€72.00
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Zusatztext
Schon lange vor der aktuellen Flüchtlingskrise gab es globale Emigrationsbewegungen. So wurde in den 1970er Jahren der klassische Exilkontinent Lateinamerika - beginnend mit Chile - zu einer Auswanderungsregion. Über 2000 Chilenen flohen nach dem Pinochet-Putsch gegen die sozialistische Regierung in die DDR und wurden durch ihre relative Aktions- und Bewegungsfreiheit zu Zeitzeugen besonderer Qualität. Sebastian Koch untersucht das politische und alltägliche Leben dieser meist intellektuellen Fremden in einem normierten Staat. Er fragt nach der Integrationsfähigkeit 'realsozialistischer' Staaten, beschreibt die Instrumentalisierung der Chilenen für den Antifaschismus-Mythos der DDR und diskutiert anhand der Ergebnisse den Charakter der DDR als Unrechtsstaat.
Autorenportrait
Sebastian Koch studierte Geschichte, Romanische Philologie und Pädagogik in Paderborn, Salamanca und Köln und wurde an der FernUniversität Hagen promoviert. Momentan ist er in der Erwachsenenbildung und Migrationsarbeit in Fulda tätig.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2016
Umfang: 416 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 3.6 x 23.7 x 16.4 cm
ISBN/EAN: 9783506785459
Umbreit-Nr.: 9414102
