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Der Ewige Jude von Edgar Quinet und Eugène Sue auf dem Index Librorum Prohibitorum

Cover von Der Ewige Jude von Edgar Quinet und Eugène Sue auf dem Index Librorum Prohibitorum

Zerrbild seiner selbst und Spiegelbild der Zeit, Römische Inquisition und Indexkongregation 20

Lagatz, Tobias

Brill Schöningh, Ferdinand

134.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Der Ewige Jude stand auf dem Index der verbotenen Bücher - das lässt aufhorchen: Kämpfte die katholische Kirche so gegen antisemitische Stereotype? Dieser Frage geht der Autor anhand der Verfahren gegen die französischen Autoren Edgar Quinet und Eugène Sue nach, die das Motiv des Ewigen Juden im 19. Jahrhundert neu interpretierten. Der detaillierte Einblick in den Alltag der Zensoren ist entlarvend: In den Archiven der Inquisition und der Indexkongregation sind irreführende Gutachten zu finden, die für ihre Verfasser nur noch Mittel zu dem Zweck waren, sich in den revolutionären Kämpfen ihrer Zeit richtig zu positionieren. Mitarbeiter der zuständigen Kongregationen waren völlig überfordert, und Bücher wurden sogar ohne vorherige Lektüre verboten. Die unverzichtbare Analyse weiterer, zeitgleich ablaufender Verfahren im Kontext der kirchenpolitischen Großwetterlage zeigt schließlich: Der Ewige Jude geriet nicht wegen Antisemitismus in den Blick der Zensoren, sondern weil insbesondere Sue als antijesuitisch, unmoralisch, sozialistisch und revolutionär galt.

Autorenportrait

Tobias Lagatz ist derzeit Prokurist und Leiter Sales Excellence bei Haufe Akademie GmbH & Co. KG, Freiburg.

Weitere Details

Erschienen: 10.01.2020

Umfang: 384 S., 5 s/w Tab., 5 Illustr.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

ISBN/EAN: 9783506702883

Umbreit-Nr.: 8395765

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