Hören, Sehen, Staunen
Kulturgeschichte des mündlichen Erzählens
Georg Olms Verlag in der Nomos
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Zusatztext
Beim Stichwort mündliches Erzählen denkt man hierzulande vor allem an Märchen, kurze und wundersame Erzählungen der Landbevölkerung vergangener Zeiten. Tatsächlich aber kannten alle Kulturen raffinierte Erzählkünste, die häufig auch Schriftliteratur und Theater inspirierten. Aus historischen Berichten über Erzähler und ihre Auftritte, ethnologischen Forschungen und nicht zuletzt durch zahlreiche Erzählungen der verschiedenen Kulturen entsteht eine ebenso informative wie vergnügliche Kulturgeschichte des mündlichen Erzählens. Die bezeichnenden Formen und Funktionen der vielfältigen Erzähltraditionen ergeben ein schillerndes Bild der Kommunikationsform Erzählen: die Interaktion zwischen Erzähler und Hörern in den Dörfern Afrikas etwa, die Improvisationstechnik der Epenerzähler Mittelasiens oder die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Erzählen im islamischen Orient. Öffentliches Erzählen diente stets auch der Verständigung über Werte und Einstellungen. Die modernen Massenmedien können den interagierenden Erzähler nicht ersetzen, was verständlich macht, warum dieses Urmedium neuerdings auch in der Mediengesellschaft wieder eine überraschende Faszination ausübt.
Weitere Details
Erschienen: 01.07.2021
Umfang: 598 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3.9 x 24 x 17 cm
ISBN/EAN: 9783487312101
Umbreit-Nr.: 1443181
