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Moralische Geschichten

Cover von Moralische Geschichten

Biller, Maxim

Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG

12.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Maxim Billers gefeierte Moralische GeschichtenJeden zweiten Sonntag muss man die Kaffeetasse sicher abstellen, bevor man Billers Kürzesterzählungen in der FAS am Frühstückstisch liest, denn es wird gefährlich: entweder bleibt das Brötchen im Halse stecken, oder man bricht in prustendes Lachen aus - meistens irgendwie beides.Heftige Reaktionen sind sicher, wenn Biller sich den ganz alltäglichen, allgemein-menschlichen Abgründen im Leben von Juden, Nicht-Juden und anderen menschlichen Wesen zuwendet. Da wird ein Lippenstiftrest nach einem feuchten Traum zum Gottesbeweis, die tätowierte Nummer auf dem linken Arm zum Lottogewinn und ein Fleischermesser zum Garanten einer glücklichen Ehe. Eine irrwitzige Komik entsteht, weil mit Titeln wie Kosmos, Der Sinn des Lebens, Dichtung und Wahrheit oder Apokalypse die ganz großen Themen angeschlagen, dann aber rasant auf das Alltagsniveau heruntergebrochen werden. Träume, Phantasien und Freudsche Fehlleistungen führen zu den überraschendsten und befreiendsten Erkenntnissen. So stößt der Literaturstudent Orlovsky in Kafkas Tagebüchern auf den Eintrag 'Manchmal denke ich, ich bin einfach nur bescheuert' und erhält dadurch ein völlig neues Kafka-Bild, ohne den Satz später jemals wiederfinden zu können.Maxim Biller schreibt seit zwanzig Jahren seine Moralischen Geschichten, die seit drei Jahren in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung abgedruckt werden. Diese Auswahl größtenteils unveröffentlichter Geschichten versteht sich als wertvoller Beitrag zur Unterhaltungsliteratur und zur kulturellen Verständigung.

Autorenportrait

Maxim Biller, geboren 1960 in Prag, Autor vieler Romane, Theaterstücke und Essays. Billers Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt. Schon nach seinem literarischen Debüt 'Wenn ich einmal reich und tot bin' wurde er von der Kritik mit Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen und Philip Roth verglichen. Seine Great Jewish Novel 'Biografie' (2016) nannte die SZ sein 'Opus Magnum', der Bestseller 'Sechs Koffer' (2018) stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Und über 'Mama Odessa' (2023), den großen Familienroman, hieß es in der NZZ, Biller feiere darin 'die Vitalität des Erzählens'.

Weitere Details

Erschienen: 22.04.2005

Umfang: 240 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.5 x 19.2 x 12.5 cm

ISBN/EAN: 9783462034776

Umbreit-Nr.: 1470065

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