Komplizinnen
Zusatztext
In ihrem Roman erzählt Lola Lafon von Frauen, die zu Komplizinnen werden, verstrickt in einem dichten Geflecht aus Schweigen, Scham und Schuld. Eine neue literarische Perspektive auf #MeToo. Auf den Bühnen des Pariser Varieté werden Schweiß und Schmerz gekonnt weggepudert. Cléo, seit Jahren Tänzerin in den Champs-Élysées, ist in der Maske besonders sorgfältig. Denn kaum eine hat mehr zu verbergen. Bereits mit 13 träumte sie davon, Tänzerin zu werden, um der stumpfen Mittelmäßigkeit ihrer Familie zu entfliehen. Hoffnungsvoll und mit der ungebrochenen Ambition junger Menschen gerät Cléo in ein Netzwerk der Ausbeutung und Manipulation, in dem die Grenzen zwischen Täter und Opfer geschickt maskiert werden. Kann, wer anderen Leid zufügt, selbst Opfer sein? Ein ergreifender Roman, der zeigt, wie leicht man zur Komplizin werden kann und wie viel Mut es braucht, sich von dieser Rolle zu befreien.
Autorenportrait
Lola Lafon, geboren 1972, wuchs in Sofia, Bukarest und Paris auf. Nach einer kurzen Karriere als Tänzerin widmete sie sich dem literarischen Schreiben. Sie ist die Autorin mehrerer Romane. Zuletzt erschien von ihr der Roman Komplizinnen (2020), für den sie neben weiteren Preisen den Prix Landerneau erhielt. Dies ist ihr erster Roman bei Hanser Berlin.
Weitere Details
Erschienen: 26.07.2021
Umfang: 288 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 2.5 x 20.5 x 13 cm
ISBN/EAN: 9783446271050
Umbreit-Nr.: 1634858
