Wallenstein
Mensch, Mythos, Memoria, Historische Forschungen 117
Birgit Emich/Dirk Niefanger/Dominik Sauerer u a
€79.90
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Zusatztext
Albrecht von Wallenstein gilt als eine der faszinierendsten Figuren des Dreißigjährigen Krieges. In einem interdisziplinären Zugriff widmen sich die 28 Beiträge des aus dem internationalen Nürnberger Symposium 'Wallenstein. Mensch. Mythos. Memoria.' hervorgegangenen Sammelbandes seiner Persönlichkeit und seinem Mythos im Wandel der Zeiten. Sie gelten dem Alltag des Krieges ebenso wie dem Wirken eines zentralen Akteurs als Kriegsunternehmer und Landesherr. Zugleich erschließen sie die Bilder, die von Wallenstein seit dem 17. Jahrhundert in der Literatur, Kunst und Musik, im Film und in der aktuellen Vermarktung verbreitet werden. In der Verknüpfung von Fragestellungen und Erkenntnissen verschiedener nationaler und disziplinärer Wissenschaftskulturen werden auf dem aktuellen Stand der Forschung Desiderate ebenso sichtbar wie die methodischen Schwierigkeiten des Zugangs zu einer Zentralgestalt der europäischen Geschichte und ihrer Rezeption, die sie als schillerndes Diskursphänomen zeigt.
Autorenportrait
Birgit Emich studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Freiburg, wurde mit einer Studie zur päpstlichen Behördenorganisation zwischen Bürokratie und Klientelismus promoviert und befasste sich in ihrer mit dem Heidelberger Akademiepreis ausgezeichneten Habilitationsschrift am Beispiel des Kirchenstaates mit dem Problem territorialer Integration in der Frühen Neuzeit. Nach Lehrstuhlvertretungen in Münster, Dresden und Freiburg war sie von 2010 bis 2016 Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2017 hat sie diese Funktion an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main inne. Dirk Niefanger wurde an der Universität Tübingen promoviert; er habilitierte sich an der Universität Göttingen mit einer Studie zum 'Geschichtsdrama der Frühen Neuzeit. 1495-1773'. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in Berlin und Braunschweig hat er seit 2003 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur an der Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seine wichtigsten Forschungsgebiete sind die Kultur der Frühen Neuzeit und die Literatur der Wiener Moderne. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen das Lehrbuch 'Barock' (2012) und die Neuedition von Grimmelshausens 'Simplicissimus' (2017). Dominik Sauerer studierte Deutsch, Geschichte und Sozialkunde in Erlangen. Nach Betätigung als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft begann er 2016 an der FAU im Rahmen eines DFG-Projekts seine Promotion 'Territorialisierung von unten? Zugehörigkeit und Staatsbildung in Leipzig 1485-1806'. Seit März 2017 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Frau Prof. Dr. Birgit Emich an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Staatsbildungprozesse, die Kulturgeschichte der Verwaltung, Zugehörigkeit und Identität sowie Raum, Raumwahrnehmung und Territorialität. Georg Seiderer studierte Geschichte und Philosophie in Heidelberg und Erlangen. Er wurde mit einer Arbeit über die Aufklärung in den fränkischen Städten und Territorien Ansbach, Bamberg und Nürnberg promoviert und habilitierte sich in München mit einer Untersuchung über Verfassungspolitik und Verwaltungsreform im österreichischen Neoabsolutismus unter Alexander Bach 1848-1859. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Augsburg lehrt er seit 2008 als Professor für Neuere Bayerische und Fränkische Landesgeschichte und Volkskunde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Weitere Details
Erschienen: 20.06.2018
Umfang: VII, 572 S., 10 s/w Illustr., 14 farbige Illustr.,
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.7 x 23.3 x 15.7 cm
ISBN/EAN: 9783428154289
Umbreit-Nr.: 5209285
