Control of Supreme Courts in Early Modern Europe.
Dt/engl/span, Schriften zur Rechtsgeschichte 181
Ignacio Czeguhn/José Antonio López Nevot/Antonio Sánchez Aranda
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Zusatztext
Kontrollmechanismen für Höchstgerichte sind im heutigen Europa selten zu finden. In einigen Ländern existieren Ombudsmänner, die durch die Bürger angerufen werden können, wenn diese den Eindruck haben, ein Höchstgericht hätte Unrecht entschieden. In den meisten Ländern ist aber das Höchstgericht die letzte Instanz, gegen dessen Entscheidung es kein Rechtsmittel gibt. Ganz anders war dies in der Frühen Neuzeit, in der vor allem das Bild des Monarchen als höchster Richter vorherrschte. Der Band ist das Ergebnis zweier Workshops, die sich mit der Kontrolle der Höchstgerichte im Europa der Frühen Neuzeit beschäftigen. In den einzelnen Vorträgen wurde untersucht, welche Mechanismen von Kontrolle begrifflich und inhaltlich in der Frühen Neuzeit gegriffen haben und welche Akteure dabei tätig waren. Die Vortragenden beleuchteten die Situation im Heiligen Römischen Reich, der iberischen Halbinsel, Schottland und Schweden.
Autorenportrait
Ignacio Czeguhn studierte Jura in Würzburg, wo er ebenfalls promovierte und habilitierte. Er ist Lehrstuhlinhaber an der Freien Universität Berlin für Bürgerliches Recht, Europäische und Deutsche Rechtsgeschichte sowie vergleichende Rechtsgeschichte, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung, Mitglied der königlichen Akademie für Recht und Jurisprudenz in Granada und Träger der Georges-Sarton Medaille der Juristischen Fakultät der Universität Gent (2017). Sánchez Aranda ist Professor für Rechtsgeschichte und Institutionen an der Universität von Granada. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des Prozessrechts und der Verwaltung der Justiz, der Geschichte des öffentlichen Rechts und der Geschichte des Verfassungsrechts. In diesem Bereich hat er mehrere Arbeiten zur vergleichenden Geschichtswissenschaft in Europa veröffentlicht. Er hat an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten mitgewirkt, die sich auf das vergleichende Studium der Geschichte der höheren Justizverwaltung in Europa und der Geschichte des Verfassungsrechts konzentrierten. Er war Gastprofessor an den Universitäten Siena, FU Berlin, Regensburg, Saratov und Stetson University College of Law (Florida). José Antonio Lopez Nevot ist Professor für Rechtsgeschichte und Institutionen an der Universität Granada (Spanien). Er war Gastprofessor an verschiedenen deutschen und italienischen Universitäten und leitet die Forschungsgruppe Justiz und Regierung in der Geschichte des spanischen und europäischen Rechts. Er gehört dem Editorial Board des Anuarion de Historia del Derecho Español an. Seine Forschungsarbeit befasste sich mit der Geschichte des Kommunalregimes, des Familieneigentumsrechts, des Strafrechts und der Rechtsliteratur. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der Geschichte der Justiz und insbesondere mit dem Studium der Verfahrenspraxis. Derzeit forscht er insbesondere zu den Fiskalprokuratoren der spanischen Krone.
Weitere Details
Erschienen: 11.04.2018
Umfang: 325 S., Tab., Abb.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.9 x 23.2 x 15.5 cm
ISBN/EAN: 9783428148080
Umbreit-Nr.: 4025718
