Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Gottlosigkeit und Eigensinn

Cover von Gottlosigkeit und Eigensinn

Religiöse Devianz im konfessionellen Zeitalter, Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte 51

Eric Piltz/Gerd Schwerhoff

Duncker und Humblot GmbH

79.90

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

'Gottlosigkeit', das war im Zeitalter der Glaubensspaltung einer jener stigmatisierenden Begriffe, mit denen die rechtgläubigen Christen ihre Gegner belegten. Für die Lutheraner waren die 'Papisten' ebenso gottlos wie Calvinisten oder die Täufer. Diese zahlten mit gleicher Münze zurück. Damit nicht genug, wurden auch Juden und Türken, aufständische Bauern, Ehebrecher oder Säufer als 'gottlos' etikettiert. Die gegenseitige Diffamierung und Stigmatisierung macht deutlich, dass religiöse Devianz methodisch sinnvoll nur als ein Akt sozialer Zuschreibung verstanden werden kann. Jenseits der herkömmlichen kirchen- und religionsgeschichtlichen Zugriffe eröffnet sich damit nun ein weiter komparativer Horizont, etwa in Form von Vergleichen zwischen unterschiedlichen Strategien, Argumentationen und Legitimationsformen der Stigmatisierung oder von Vergleichen zwischen als abweichend etikettierten Verhaltensweisen. Dabei sollen die handelnden Akteure keineswegs als passive Objekte der Zuschreibung verstanden werden; vielmehr soll komplementär zu den Zuschreibungen auch deren 'Eigensinn', ihre Selbstsicht und ihre Praxis, mit in die Betrachtung einbezogen werden. Damit eröffnet der Band einen weiten Blick auf den Normenhorizont der Frühneuzeitlichen Gesellschaft insgesamt.

Weitere Details

Erschienen: 12.08.2015

Umfang: 530 S., 9 s/w Illustr., 9 Illustr., Abb.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 2.5 x 23.3 x 15.7 cm

ISBN/EAN: 9783428144815

Umbreit-Nr.: 8402389

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.