Compendia mundi
Gianlorenzo Berninis Fontana dei Quattro Fiumi (1648-51) und Nicola Salvis Fontana di Trevi (1732-62), Italienische Forschungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz, I Mandorli 7
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Zusatztext
Im Licht der jeweiligen Ortsgeschichte wird die dynamische Formensprache der Monumente nach ihren politischen und naturkundlichen Implikationen befragt. Als zweifacher Mikrokosmos verdeutlichen die Brunnen eine tiefe ideengeschichtliche Zäsur. Gianlorenzo Bernini dramatisiert mit der Fontana dei Quattro Fiumi das Spektakel des aus dem Erdinneren aufsteigenden Wassers. Die schon von den Zeitgenossen bewunderte heikle Balance eines antiken Obelisken auf einem zweifach perforierten Felsensockel macht den Brunnen zum erzählerischen Krisenmonument. Im Zentrum der kolossalen Fontana di Trevi erscheint hingegen der Naturgott Okeanos, dem Nicola Salvi aspektreiche 'Ragioni filosofiche' widmete. Ihr Thema ist die sublime Gegenwart der materiellen Kraft,welche die physische Welt zusammenhält; von ihr gibt es keine Erzählung mehr.
Weitere Details
Erschienen: 15.05.2008
Umfang: 384 S., 169 s/w Illustr., 169 b/w ill.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783422067592
Umbreit-Nr.: 5311459
