Wie lässt sich aus Millionen von Spuren ein Werk definieren?
Werkverzeichnisse und Selbstarchivierungspraktiken von Künstler:innen, Studien zur Kunst 58
Annette Tietenberg (Prof. Dr.)
Perfekte Werkverzeichnisse gibt es nicht - gerade darin liegt das Potenzial digitaler Formate. Ihre strukturelle Unabgeschlossenheit ermöglicht Erweiterungen, ihre Verlinkungen entfalten eine rhizomatische Struktur. Vor diesem Hintergrund plädieren die Autor*innen dieses Bandes dafür, Werkverzeichnisse als Resonanzräume eines dynamischen Produktionsfeldes zu konzipieren, in dem neben Künstler*innen, die Selbstarchivierungspraktiken entwickeln, auch Kunstwissenschaftler*innen, Kritiker*innen und Kurator*innen an der Konstituierung eines Werks mitwirken.
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Zusatztext
Perfekte Werkverzeichnisse gibt es nicht - gerade darin liegt das Potenzial digitaler Formate. Ihre strukturelle Unabgeschlossenheit ermöglicht Erweiterungen, ihre Verlinkungen entfalten eine rhizomatische Struktur. Vor diesem Hintergrund plädieren die Autor*innen dieses Bandes dafür, Werkverzeichnisse als Resonanzräume eines dynamischen Produktionsfeldes zu konzipieren, in dem neben Künstler*innen, die Selbstarchivierungspraktiken entwickeln, auch Kunstwissenschaftler*innen, Kritiker*innen und Kurator*innen an der Konstituierung eines Werks mitwirken. Der Band regt dazu an, Werkverzeichnisse weniger als Objektinventare denn als kommunikative Gefüge zu begreifen. An Fallbeispielen wie Marina Abramovic, Daniel Buren, Terry Fox, Christiane Möbus und Dieter Roth wird Kunst als kollaborative Praxis diskutiert, die in institutionelle Kontexte eingebettet ist.
Weitere Details
Erschienen: 15.06.2026
Umfang: 216 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
ISBN/EAN: 9783412535742
Umbreit-Nr.: 1814145
