Landtagswahlen im ländlichen Raum
eBook - Parlamentarische Diskussion, kommunale Strukturen und lokale Stimmenverteilung in Mecklenburg-Schwerin 1919 bis 1932, Quellen und Studien aus dem Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern
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Zusatztext
In Mecklenburg-Schwerin erlangten nicht nur Frauen, sondern auch die Mehrheit der Männer erst 1918 das Recht, einen Landtag zu wählen. Die Wahlordnung, die das Volksministerium erarbeiten ließ, blieb bis zu ihrer Aussetzung 1933 Gegenstand heftiger Debatten. Ausgangspunkt war oftmals die seitens liberaler und linker Parteien vorgebrachte Kritik, die ländliche Bevölkerung sei den konservativ wählenden Gutsbesitzer*innen ausgeliefert und nicht frei in ihrer Wahlentscheidung. Martin Buchsteiner erzählt eine doppelte Wahlgeschichte: die der Entstehung und Ausformung des Wahlgesetzes und der unterschiedlichen Wahlordnungen, die sich als Herrschaftsinstrumente zeigen, sowie die der Wahlergebnisse, die jedoch statt der Parteien v. a. die Wähler*innen in den Blick nimmt und sie als Akteure zeigt, die ihrerseits Herrschaft ausübten und sich selbst ermächtigten.
Autorenportrait
Studium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Pädagogik an der Universität Rostock, seit 2012 wissen-schaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Didaktik der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
Weitere Details
Erschienen: 11.05.2026
Umfang: 449 S., 9.38 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783412535230
Umbreit-Nr.: 1740582
