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Heldenstadt Minsk

Cover von Heldenstadt Minsk

Urbanisierung à la Belarus seit 1945, Osteuropa in Geschichte und Gegenwart 9

Bohn, Thomas M (Prof. Dr.)

Böhlau-Verlag

Das Buch widmet sich dem Zusammenhang von Stadtplanung, Migration und Wohnungswesen seit 1945. Es liefert eine Erklärung dafür, warum das Auseinandertreten von Staat und Gesellschaft in der belarussischen Hauptstadt so lange auf sich warten ließ. Nach den Veteranen und den Partisanen übernahm eine neue Generation die Rolle der Helden von Minsk. Die zweite, überarbeitete Auflage dieses Buches bietet nicht nur ein neues Kapitel über die Kommentare auf den Stimmzetteln bei den Wahlen zum Obersten Sowjet von 1958 und das Leben des vermeintlichen Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald in Minsk in den Jahren 1959-1962, sondern auch einen Ausblick über die städtebaulichen Entwicklungen bis in die Gegenwart. Darüber hinaus gibt es Straffungen im wissenschaftlichen Apparat sowie im dokumentarischen Anhang.

49.00

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Besorgungstitel, Festbezug

Zusatztext

Das Bild von über hunderttausend Demonstranten auf den Straßen der Hauptstadt Minsk an den Sonntagen nach der manipulierten Präsidentenwahl vom 9. August 2020 hat sich in den Köpfen der deutschen Öffentlichkeit eingeprägt. Die weiß-rot-weiße Revolution spielte sich an einem Ort ab, der nach 1945 mit seinen überdimensionierten Plätzen und ausladenden Alleen als Musterstadt des Sozialismus inszeniert worden ist. Aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs ging eine sowjetische Heldenstadt hervor, deren rasantes Wachstum als Minsker Phänomen bezeichnet wurde. Die Eigendynamik dieser Entwicklung hat dafür gesorgt, dass Urbanität durch Dichte entstanden ist. Von einer Atomisierung der Gesellschaft kann seitdem nicht mehr die Rede sein. Stattdessen definieren sich die Helden in der Stadt wieder neu. Jeder, der wieder eine Reise in die Republik Belarus unternehmen will, benötigt eine Handreichung, um sich über die Lage vor Ort zu informieren. Die zweite, überarbeitete Auflage dieses Buches bietet nicht nur ein neues Kapitel über die Kommentare auf den Stimmzetteln bei den Wahlen zum Obersten Sowjet von 1958 und das Leben des vermeintlichen Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald in Minsk in den Jahren 1959-1962, sondern auch einen Ausblick über die städtebaulichen Entwicklungen bis in die Gegenwart. Darüber hinaus gibt es Straffungen im wissenschaftlichen Apparat sowie im dokumentarischen Anhang. Die erste Auflage erschien 2008 unter dem Buchtitel: "Minsk - Musterstadt des Sozialismus: Städteplanung und Urbanisierung in der Sowjetunion nach 1945".

Autorenportrait

Thomas M. Bohn ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Universität Gießen.

Weitere Details

Erschienen: 17.01.2022

Umfang: 424 S.

Sprache: Deutsch

Einband: GEB

Format: 3.4 x 23.7 x 16.5 cm

ISBN/EAN: 9783412524494

Umbreit-Nr.: 2950648

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