Die Praxis der spätmittelalterlichen Laiengerichtsbarkeit
Gerichts- und Rechtslandschaften des Rhein-Main-Gebietes im 15. Jahrhundert im Vergleich, Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte 30
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Zusatztext
Die Studie untersucht das Phänomen der spätmittelalterlichen Oberhöfe am Beispiel der Gerichte in Frankfurt, Gelnhausen und Ingelheim in vergleichender Perspektive. Dabei rekonstruiert der Autor die Entstehung, Wirkungsweise und grundsätzliche Funktionsmechanismen von mit nichtstudierten Schöffen ('Laien') besetzten Oberhöfen und zeigt ihre Bedeutung als neue Vernetzung der Gerichte innerhalb vielschichtiger Gerichtslandschaften. Er arbeitet heraus, dass größere Oberhöfe letztlich in zwei Richtungen wirken konnten, nämlich einerseits nach innen, indem sie eine organisierte, binnenstrukturierte, in gewisser Weise 'professionalisierte' Gerichtsbarkeit notwendig machten. Andererseits konnten sie teilweise in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet nach außen rechtsvereinheitlichend wirken, indem sie anderen Gerichten Rechtsauskunft gaben.
Autorenportrait
Alexander Krey wurde mit vorliegender Studie an der Universität Frankfurt promoviert.
Weitere Details
Erschienen: 28.09.2015
Umfang: 758 S.
Sprache: Deutsch
Einband: GEB
Format: 4.5 x 23.7 x 16.5 cm
ISBN/EAN: 9783412224622
Umbreit-Nr.: 7544977
