Zwischen Orientalismus und Feminismus. Lady Mary Wortley Montagus Blick auf den Orient in 'The Turkish Embassy Letters'
Zusatztext
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll die Frage behandeln, wie Lady Montagu in ihrem Reisebericht auf den Orient blickt. Nach einer kurzen Übersicht über Lady Montagus Leben und die Entstehung der Turkish Embassy Letters soll zunächst Saids Orientalismus-Begriff beleuchtet werden. Said zufolge ist der Orient ein europäisches Konstrukt, basierend auf westlichen Vorurteilen und dessen Streben nach Macht. Neben Wissenschaftlern prägten auch Politiker, Ökonomen oder Künstler das Bild eines unterlegenen Orients im Gegensatz zum überlegenen Okzident. Daran anschließend soll die genderkritische Analyse des westlichen Orientbildes vorgestellt werden, denn Lady Montagu überschritt mit ihrem Reisebericht nicht nur kulturelle, sondern auch geschlechtsspezifische Grenzen. Deshalb muss im weiteren Verlauf der Entstehungskontext der Turkish Embassy Letters Beachtung finden. Welche Frauen reisten im 18. Jahrhundert? Wie sahen ihre Reiseberichte aus? Welche Rolle spielte der Orient als Reiseziel für Frauen? Auf dieser Grundlage sollen anschließend die Briefe selbst untersucht werden. Welches Orientbild entwarf Lady Montagu und inwieweit beteiligte sie sich dadurch am orientalischen Diskurs, wie ihn Said aufzeigte? Besonders ihre Darstellung der orientalischen Frauen soll näher betrachtet werden. Reproduzierte sie bekannte Bilder männlicher Reisender oder entwickelte sie eine eigene Perspektive? Im Fazit soll anhand der besprochenen Beispiele und mithilfe der Hintergrundinformationen Lady Montagus Blick auf den Orient zusammengefasst und eingeordnet werden.
Weitere Details
Erschienen: 22.04.2026
Umfang: 0.40 MB
Sprache: Deutsch
ISBN/EAN: 9783389187685
Umbreit-Nr.: 1440993
