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Diskriminierende Wirkungen der Nichtvergabe von Zeugnisnoten in Vorbereitungsklassen

Cover von Diskriminierende Wirkungen der Nichtvergabe von Zeugnisnoten in Vorbereitungsklassen

Eine kritische Überprüfung der baden-württembergischen Regelungen

Klees, Sven

GRIN Verlag

16.95

(inklusive MwSt.)

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Zusatztext

Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik, Note: 1,6, Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, Sprache: Deutsch, Abstract: In Baden-Württemberg werden an Grund- und weiterführenden Schulen sogenannte Vorbereitungsklassen (VKL) eingerichtet, um Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, die erst kürzlich nach Deutschland eingewandert sind und über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. In diesen Klassen erwerben die Lernenden vor allem die Zielsprache, können jedoch bei erkennbaren Lernfortschritten in einzelnen Fächern auch Regelklassen besuchen. Am Ende des Halbjahres erhalten die Lernenden eine Halbjahresinformation und zum Schuljahresende ein Zeugnis. Im Gegensatz zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in Regelklassen haben Schülerinnen und Schüler in Vorbereitungsklassen jedoch keinen Anspruch auf Ziffernnoten. Was zunächst als wohlwollende Maßnahme erscheint, kann sich in der Praxis als problematisch erweisen. Wie Bourdieu mit dem Begriff des institutionalisierten kulturellen Kapitals beschreibt, fungieren Zeugnisse als Machtinstrumente, die Bildungs- und Ausbildungswege eröffnen oder versperren können. Gerade weiterführende Schulen und Ausbildungsstätten sind auf klare Leistungsrückmeldungen angewiesen. Neben ihrer Selektions- und Zugangsfunktion erfüllen Zeugnisse weitere zentrale Aufgaben: Sie informieren Lernende und Erziehungsberechtigte über den aktuellen Leistungsstand und geben eine Prognose für den weiteren Bildungsweg. Durch den Verzicht auf Noten zugunsten von Verbalbeurteilungen fällt es Lernenden in Vorbereitungsklassen sowie ihren Erziehungsberechtigten jedoch häufig schwer, die Leistungen realistisch einzuschätzen. Die noch nicht vollständig ausgebildeten Deutschkenntnisse und der oftmals beschönigende pädagogische Fachjargon erschweren das Verständnis. Dies kann dazu führen, dass Lernende ihre Anstrengungen reduzieren, weil sie ihre Leistungen überschätzen. Umgekehrt sind auch Fehlinterpretationen durch Erziehungsberechtigte möglich, die Verbalbeurteilungen als Umschreibung schlechter Leistungen deuten und entsprechend reagieren. Ziffernnoten bieten hier den Vorteil, dass sie leicht zugänglich, vergleichbar und für alle Beteiligten eindeutig verständlich sind. Die vorliegende Arbeit nimmt dieses Spannungsfeld in den Blick und erörtert mögliche alternative Lösungsansätze.

Weitere Details

Erschienen: 17.12.2025

Umfang: 24 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.3 x 21 x 14.8 cm

ISBN/EAN: 9783389170632

Umbreit-Nr.: 9001417

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