Der Herrscherbildteppich in 'La recuperación de Bahía' von Juan Bautista Maíno
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Zusatztext
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Kunst - Sonstiges, Note: 6 (Schweiz - sehr gut), Universität Bern (IKG), Veranstaltung: Bachelorarbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit versucht die Bedeutung des Mediums Tapisserie im Zusammenhang mit Maínos "Bahía" bezüglich Materialität, Materialhierarchie und politischer Ikonographie auf ihre beabsichtigte Wirkung hin auszuleuchten. Besondere Beachtung soll dabei der Frage zukommen, warum sich der Maler für einen Bildteppich und nicht für ein Gemälde oder eine Skulptur entschied. Sowohl Maínos Darstellung der Rückeroberung von Bahía als auch Lopes Gedicht weisen auf die historische Funktion von Herrscherbildern hin. Regentenbilder erfüllten oft eine Stellvertreterrolle, besonders bei Vereidigungen und Loyalitätsbekundungen. Diese Bedeutung wurde durch die prominente Platzierung im Salon de Reinos zusätzlich hervorgehoben. Maínos Werk hebt sich durch die Kontrastierung und die gezielte Bildanlage ab. Zudem verweist die Tradition textiler Behänge im juristischen Kontext und die metaphorische Darstellung des Tugendgewebes des Herrschers auf mögliche Beweggründe für seine Wahl der Tapisserie. Durch die auratische Kraft der Tapisserie unterstrich Maíno den symbolischen Charakter der königlichen Amtshandlung und verstärkte die Wirkung durch Anlehnung an religiöse Werke. Dieses Zusammenspiel von Materialität, Ikonografie und Raumposition trug zur gezielten Vermittlung politischer Botschaften und zur Betonung der Macht Philipp IV. bei.
Weitere Details
Erschienen: 06.04.2025
Umfang: 36 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783389125014
Umbreit-Nr.: 6412738
