Die Ohnmächtigen. Eine Reevaluation des asketischen Ideals am Beispiel der Fridays for Future-Bewegung
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Zusatztext
Magisterarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht,.), Note: 1,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit geht es darum, zu verstehen, wie eine Gesellschaft (oder speziell eine soziale Bewegung wie Fridays for Future) Praktiken des Verzichts nutzt, moralisiert, idealisiert und symbolisch bewertet. Die Kernthese dieser Arbeit lautet, dass Fridays for Future Anhänger:innen oftmals nicht für den Klimaschutz verzichten, sondern weil sie den Verzicht als Mittel zur Ermächtigung, Sinnstiftung und Schuldabfuhr nutzen. Diese These wird aus der Diskussion des von Nietzsche etablierten Begriffes des asketischen Ideals abgeleitet. Die menschengemachte globale Erwärmung stellt die gesamte Menschheit vor eine große Herausforderung. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) - oft als "Weltklimarat" bezeichnet - hat seit Jahrzehnten Klimaschutzziele festgelegt, die von den Regierungen der Welt jedoch immer wieder verfehlt werden. Soziale Bewegungen wie Fridays for Future kritisieren dieses Politikversagen und propagieren individuellen Verzicht als valides Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Dabei wird von den Demonstranten und Demonstrantinnen oft übersehen, dass es bei dem Thema Klimaschutz nicht nur darum geht, was wir zu verhindern haben, sondern auch darum, was der Klimaschutz uns kostet.
Autorenportrait
Studierte in Würzburg Philosophie, Political and Social Studies und Kunststoff- und Elastomertechnik.
Weitere Details
Erschienen: 11.05.2023
Umfang: 104 S., 1 farbige Illustr.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 21 x 14.8 cm
ISBN/EAN: 9783346872340
Umbreit-Nr.: 9623676
