Zum Hauptinhalt springen
Umbreit Logo

Geschichte der sozialen Ideen in Deutschland

Cover von Geschichte der sozialen Ideen in Deutschland

eBook - Sozialismus - Katholische Soziallehre - Protestantische Sozialethik. Ein Handbuch

Helga Grebing

VS VERLAG

139.99

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Lieferbar

Zusatztext

Die btirgerliche Gesellschaft zerstOrte die mittelalterlichen sozialen Strukturen mitsamt ihrem theologischen Uberbau. Gesellschaft und Wirtschaft sollten nach den Prinzipien von Vemunft und Nutzen gestaltet werden - Prinzipien, die in der Philo sophie der Aufldarung gleiehsam als Synonyme auftraten. Die sozialisti­ schen Ideen entstanden als Reaktion auf die neuen btirgerlichen Leitbilder und die krisenhaften Folgen ihrer Verwirkliehung. Ihr Ziel war jedoch nicht die bloBe Beseitigung oder Negation der btirgerliehen Gesellschaft, sondem deren "Autbe­ bung" im Hegelschen Sinne, d.h. die vom Btirgertum erfochtene Befreiung der Individuen von den Fesseln der alten Zustiinde sollte bewahrt, die neu entstande­ nen wirtschaftlichen Abhangigkeiten und Gefahrdungen jedoch, z.T. unter Rtick­ griff auf iiltere Solidaritatsvorstellungen, tiberwunden werden. Die sozialistischen Ideen mtissen zusammen mit den politischen Kraften, die urn ihre Durchsetzung kampften, betrachtet werden. In dieser Darstellung kann jedoch von der Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie den politischen Umstan­ den nur so viel mitgeteilt werden, wie fur das Verstandnis der modemen soziali­ stischen Ideen erforderlieh ist. Der Nachdruck liegt auf den gedanldiehen Struktu­ ren der sozialistischen V orstellungen, auf ihren typischen Denkmustem, ihrer wechselseitigen Beeinflussung und den Veranderungen, die sie im Laufe der Zeit erfahren haben. Das sozialistische Denken prasentierte sieh in seiner marxistischen Form als entfaltetes, philosophisch begrtindetes System. Aber auch die sozialistische Mar­ xismuskritik, z.B. der zumeist von Kant beeinfluBte ethische Sozialismus, besaB ein philosophisches Fundament. Kurz - sozialistische Ideen sind haufig mit er­ kenntnistheoretischen,geschiehtsphilosophischen oder ethischen Grundpositio­ nen verkntipft, die auch heute noch unser Interesse finden konnen.

Autorenportrait

Helga Grebing (em.) ist Professorin der Geschichte, war von 1988-1995 Leiterin des Instituts zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung in Bochum.

Weitere Details

Erschienen: 27.02.2015

Umfang: 158.13 MB

Sprache: Deutsch

ISBN/EAN: 9783322807854

Umbreit-Nr.: 8968128

Der Umbreit-Newsletter

Jetzt anmelden und immer über Angebote, Neuigkeiten und Aktionen informiert bleiben.